Selbstbehalt wird fällig

ÖGK bittet jetzt 90.000 Versicherte zur Kasse

Die ÖGK verschickt im Juli rund 90.000 Rechnungen für Krankentransporte. Gleichzeitig gelten strengere Regeln für die Kostenübernahme.
Newsdesk Heute
30.06.2026, 14:57
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Für viele Versicherte werden Krankentransporte heuer teurer. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) verschickt im Juli rund 90.000 Rechnungen für Selbstbehalte bei planbaren Fahrten.

Betroffen sind Krankentransporte aus dem Zeitraum Jänner bis März 2026. Die Rechnungen werden laut ÖGK zwischen 21. und 31. Juli verschickt.

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7,55 Euro pro Fahrt

Bereits seit Juli 2025 sind planbare Krankentransporte – etwa zu Therapien, Dialysen oder Kontrolluntersuchungen – nicht mehr automatisch kostenlos. Nun werden die entsprechenden Selbstbehalte quartalsweise abgerechnet.

Pro Fahrt fallen 7,55 Euro an, wenn kein Sanitäter benötigt wird. Mit medizinischer Begleitung beträgt der Selbstbehalt 15,10 Euro.

Strengere Regeln für Krankentransporte

Zuletzt hatte die ÖGK außerdem die Voraussetzungen für die Kostenübernahme verschärft. Ein Transport wird nur noch bezahlt, wenn sich eine versicherte Person aus rein medizinischen Gründen außerhalb ihrer Wohnung nicht selbstständig fortbewegen kann.

Soziale Gründe – etwa fehlende öffentliche Verkehrsmittel oder eine nicht verfügbare Begleitperson – reichen dafür nicht mehr aus.

Rollstuhlfahrer als gehfähig eingestuft

Nach Angaben der ÖGK liegt die endgültige Entscheidung über die medizinische Notwendigkeit weiterhin beim behandelnden Arzt. Ärzte wurden jedoch darauf hingewiesen, dass unter bestimmten Voraussetzungen auch Rollstuhlfahrer als gehfähig eingestuft werden können berichtet die "Krone".

Vom Selbstbehalt ausgenommen sind Kinder, Personen mit Rezeptgebührenbefreiung sowie medizinisch notwendige und zeitkritische Krankentransporte.

Pro Kalenderjahr werden höchstens 28 Fahrten verrechnet. Liegt der Gesamtbetrag über 151 Euro, ist laut ÖGK eine Ratenzahlung möglich.

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