Die außergewöhnlich lange Hitzewelle zeigt spürbare Folgen. Nach Temperaturen von bis zu 40 Grad müssen immer mehr Menschen wegen Kreislaufproblemen, Dehydrierung oder Hitzeschlägen medizinisch versorgt werden.
Besonders deutlich ist die Entwicklung im Burgenland. In den vier Kliniken der Gesundheit Burgenland in Kittsee, Oberpullendorf, Oberwart und Güssing wurden zwischen Donnerstag und Sonntag der vergangenen Woche um 32 Prozent mehr Patienten mit Diagnosen behandelt, die auf die Hitze zurückzuführen sein können, als im Vergleichszeitraum von Anfang Mai bis Mitte Juni.
Die Gesundheit Burgenland betont allerdings, dass sich, "ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Hitze und einzelnen Erkrankungen nie mit hundertprozentiger Sicherheit nachweisen lässt."
Auch in Wien schlägt die Hitzewelle auf die Gesundheit durch. In den Notfallabteilungen des Wiener Gesundheitsverbundes wurden am vergangenen Wochenende nach Einschätzung der Notfallmediziner rund 15 Prozent mehr Patienten versorgt oder mit der Rettung eingeliefert als in vergleichbaren Zeiträumen der Vorjahre.
"Dabei wiesen viele Patient*innen Beschwerden auf, die mit der Hitzebelastung in Zusammenhang stehen können. Dazu zählen vor allem Dehydrierung, Kreislaufprobleme, Elektrolytstörungen sowie Hitzeschläge", heißt es aus dem Gesundheitsverbund.
Die Ärzte weisen darauf hin, dass hitzebedingte Erkrankungen oft gar nicht eindeutig erfasst werden. So kann etwa ein Knochenbruch die eigentliche Diagnose sein, obwohl Kreislaufprobleme oder Erschöpfung durch die Hitze den Sturz ausgelöst haben.
Der Wiener Gesundheitsverbund betont, dass die Versorgung trotz des höheren Andrangs jederzeit sichergestellt sei. Auch in den neun klimatisierten Pflegewohnhäusern werde besonders auf ausreichendes Trinken und kühle Aufenthaltsbereiche geachtet.
Die Auswirkungen sind auch in der Steiermark spürbar. Der Spitalsbetreiber KAGes registrierte am Samstag ein um rund 13 Prozent höheres Ambulanzaufkommen. Das entspreche vergleichbaren Hitzeperioden der vergangenen Jahre.
Nach Angaben der KAGes handelt es sich dabei überwiegend um Patienten, deren bestehende Erkrankungen durch die hohen Temperaturen verschlimmert wurden. Ob die Hitze im Einzelfall tatsächlich die Ursache war, wird jedoch nicht gesondert erhoben.