Österreichs Schuldenquote hat zu Jahresbeginn deutlich zugelegt. Laut aktuellen Eurostat-Zahlen stieg sie vom vierten Quartal 2025 auf das erste Quartal 2026 von 81,3 auf 83,3 Prozent der Wirtschaftsleistung. Das entspricht einem Plus von 2,0 Prozentpunkten.
Damit verzeichnete Österreich den sechstgrößten Anstieg aller EU-Staaten. Noch stärker fiel das Plus nur in Ungarn (+3,1 Prozentpunkte), Litauen (+2,9), Luxemburg (+2,8), Irland (+2,2) und Kroatien (+2,1) aus. Frankreich und Polen folgten mit jeweils +1,9 Prozentpunkten.
Der österreichische Schuldenstand belief sich Ende März auf 431,4 Milliarden Euro. Drei Monate zuvor waren es noch 418,1 Milliarden Euro, ein Jahr davor 413,3 Milliarden Euro.
Im EU-Vergleich liegt Österreich mit 83,3 Prozent knapp über dem EU-Durchschnitt von 82,9 Prozent, aber unter dem Durchschnitt der Eurozone von 88,9 Prozent. Vor Österreich liegen nur Griechenland (143,5 Prozent), Italien (138,9), Frankreich (117,6), Belgien (109,1), Spanien (101,6), Portugal (91,0) und Finnland (89,7 Prozent). Österreich weist damit die achthöchste Schuldenquote unter den 27 EU-Mitgliedstaaten auf.
Die niedrigsten Schuldenquoten meldete Eurostat für Estland (25,2 Prozent), Dänemark (26,8 Prozent), Bulgarien (28,5 Prozent) und Luxemburg (29,2 Prozent). Diese vier Staaten liegen damit deutlich unter der Maastricht-Grenze von 60 Prozent.
EU-weit stieg die Schuldenquote im ersten Quartal verglichen mit Jahresende 2025 von 81,8 auf 82,9 Prozent, in der Eurozone von 87,7 auf 88,9 Prozent. In 17 Mitgliedstaaten nahm die Quote zu, in acht ging sie zurück. Unverändert blieb sie nur in Lettland und Tschechien.