Schulden im Vergleich

EU-Check – so schlecht steht es wirklich um Österreich

Die Schuldenquote Österreichs ist binnen drei Monaten auf 83,3 Prozent gestiegen. Das ist einer der stärksten Anstiege in der gesamten EU.
Team Wirtschaft
22.07.2026, 08:30
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Österreichs Schuldenquote hat zu Jahresbeginn deutlich zugelegt. Laut aktuellen Eurostat-Zahlen stieg sie vom vierten Quartal 2025 auf das erste Quartal 2026 von 81,3 auf 83,3 Prozent der Wirtschaftsleistung. Das entspricht einem Plus von 2,0 Prozentpunkten.

Nur fünf Länder legten noch stärker zu

Damit verzeichnete Österreich den sechstgrößten Anstieg aller EU-Staaten. Noch stärker fiel das Plus nur in Ungarn (+3,1 Prozentpunkte), Litauen (+2,9), Luxemburg (+2,8), Irland (+2,2) und Kroatien (+2,1) aus. Frankreich und Polen folgten mit jeweils +1,9 Prozentpunkten.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Der österreichische Schuldenstand belief sich Ende März auf 431,4 Milliarden Euro. Drei Monate zuvor waren es noch 418,1 Milliarden Euro, ein Jahr davor 413,3 Milliarden Euro.

Gar nicht gut! Österreich auf Platz 8 in der EU

Im EU-Vergleich liegt Österreich mit 83,3 Prozent knapp über dem EU-Durchschnitt von 82,9 Prozent, aber unter dem Durchschnitt der Eurozone von 88,9 Prozent. Vor Österreich liegen nur Griechenland (143,5 Prozent), Italien (138,9), Frankreich (117,6), Belgien (109,1), Spanien (101,6), Portugal (91,0) und Finnland (89,7 Prozent). Österreich weist damit die achthöchste Schuldenquote unter den 27 EU-Mitgliedstaaten auf.

Estland und Dänemark stehen am besten da

Die niedrigsten Schuldenquoten meldete Eurostat für Estland (25,2 Prozent), Dänemark (26,8 Prozent), Bulgarien (28,5 Prozent) und Luxemburg (29,2 Prozent). Diese vier Staaten liegen damit deutlich unter der Maastricht-Grenze von 60 Prozent.

EU-weit stieg die Schuldenquote im ersten Quartal verglichen mit Jahresende 2025 von 81,8 auf 82,9 Prozent, in der Eurozone von 87,7 auf 88,9 Prozent. In 17 Mitgliedstaaten nahm die Quote zu, in acht ging sie zurück. Unverändert blieb sie nur in Lettland und Tschechien.

{title && {title} } tmw, {title && {title} } 22.07.2026, 08:30