Österreich im Spitzenfeld

EU-Daten enthüllen – nur sieben Länder sind noch teurer

Österreich lag 2025 auf Platz 8 der teuersten EU-Länder. Zu diesem Schluss kommt eine große Analyse der EU-Statistikbehörde Eurostat.
Team Wirtschaft
21.06.2026, 14:58
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Bei den Konsumausgaben der Haushalte kam Österreich 2025 auf einen Preisniveauindex von 113,0. Der EU-Schnitt liegt bei 100. Damit ist Österreich um 13,0 Prozent teurer als der Durchschnitt der 27 EU-Staaten. Das zeigt eine Datenanalyse der EU-Statistikbehörde Eurostat.

Österreich auf Platz 8 im Teuer-Ranking

Ganz oben rangierten Dänemark (139,7), Irland (136,2) und Luxemburg (131,5), gefolgt von Schweden (121,0), Finnland (120,8), Belgien (116,2), den Niederlanden (115,6) und Österreich auf Platz 8. Am billigsten waren Bulgarien mit 62,5, Rumänien mit 65,1 und Polen mit 73,3.

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Selbst Deutschland ist deutlich günstiger

Was die Studie noch zeigt: 2025 waren all unsere EU-Nachbarn günstiger. Tschechien kam auf 89,4, die Slowakei auf 85,2, Ungarn auf 77,5. In Slowenien waren es 89,3, in Italien 97,1. Selbst in Deutschland lebt es sich mit einem Wert von 108,3 billiger als in Österreich.

Alkohol und Tabak vergleichsweise günstig

Beim täglichen Einkauf liegt Österreich ebenfalls über dem EU-Mittel. Lebensmittel und alkoholfreie Getränke kamen hierzulande auf 109,5. Am teuersten war Luxemburg mit 122,4, am billigsten Rumänien mit 79,8.

Bei Alkohol und Tabak sieht es anders aus: Österreich lag im Vorjahr mit 89,5 klar unter dem EU-Schnitt. In Irland kosteten diese Produkte im Vergleich besonders viel, der Index lag dort bei 202,7. Bulgarien kam auf 69,9. Eurostat erklärt die großen Differenzen mit "großen Unterschieden bei der Besteuerung" dieser Produkte.

Auch bei Kleidung und Schuhen ist Österreich teurer als der Schnitt. Kleidung kam auf 106,5, Schuhe auf 103,5. Dänemark lag bei Kleidung mit 132,4 an der Spitze, bei Schuhen ebenfalls mit 127,1. Bulgarien war in beiden Kategorien am billigsten: 77,9 bei Kleidung, 80,0 bei Schuhen.

PC, Handy und Co. preislich unter EU-Schnitt

Bei Energie liegt Österreich ebenfalls über dem EU-Schnitt. Der Wert für Strom, Gas und andere Brennstoffe betrug 110,8. Spitzenreiter in dieser Kategorie war Deutschland mit 122,4. Am billigsten war Ungarn mit 39,2.

Bei Möbeln lag Österreich bei 104,3, bei Haushaltsgeräten bei 107,9. Bei Informations- und Kommunikationsgeräten war Österreich hingegen knapp günstiger als der EU-Schnitt: Der Index lag bei 98,9. Dazu zählen laut Eurostat unter anderem Computer, Laptops, Tablets, Smartphones, Drucker und Zubehör.

Auch Autos, Motorräder und Bikes vergleichsweise leistbar

Unterdurchschnittlich fallen mit einem Wert von 99,3 hierzulande auch die Preise für individuelle Transportmittel wie Autos, Motorräder und Fahrräder aus. Top ist in diesem Segment Dänemark (119,6), am günstigsten die Slowakei mit 88,1.

Einen deutlichen Österreich-Aufschlag verzeichnet Eurostat hingegen bei Transportdiensten. Der Index lag 2025 bei 124,7. Damit waren Bahn, Bus, Flug, Schiffsverkehr und andere gekaufte Transportleistungen hierzulande um 24,7 Prozent teurer als im EU-Schnitt.

Dänemark lag in dieser Kategorie mit 158,5 an der Spitze. Bulgarien war mit 55,6 am billigsten. Eurostat schreibt dazu, die Preisunterschiede seien bei Dienstleistungen deutlich höher als bei Waren. Als Grund nennt Eurostat den höheren Anteil von Arbeit bei Dienstleistungen und die starken Lohnunterschiede zwischen den Ländern.

Lokale und Hotels teuer

Auch bei Restaurants und Hotels liegt Österreich klar über dem EU-Schnitt. Der Index betrug 116,8. Dänemark war mit 142,0 am teuersten, Bulgarien mit 55,7 am billigsten.

Bei Kommunikation (das sind etwa Post- und Telefondienstleistungen) kam Österreich auf 111,5. Belgien lag hier mit 146,3 am höchsten, Rumänien mit 56,1 am niedrigsten.

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