Studie verrät die Abkassierer

Enthüllt! Der wahre Grund für Österreichs Teuer-Welle

Zwischen 2022 und 2025 sind die Preise in Österreich deutlich stärker als im Rest der Eurozone gestiegen. Jetzt wissen wir erstmals warum.
Team Wirtschaft
20.06.2026, 10:52
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Die Teuerung hat Österreich härter getroffen als viele andere Länder im Euroraum. Laut einer Analyse des Beraternetzwerks Kreutzer Fischer & Partner stieg der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) zwischen 2022 und 2025 im Euroraum um 10,2 Prozent. In Österreich waren es im selben Zeitraum satte 14,8 Prozent.

Inflation legte bei uns um 45 Prozent stärker zu

Damit liegt die Differenz bei 4,6 Prozentpunkten. Anders gesagt: Die Preise legten hierzulande um rund 45 Prozent stärker zu als im Schnitt aller Euroländer. Die Erklärung dafür sei nicht in erster Linie im Ausland zu suchen, heißt es in der Analyse der Experten. "Die Gründe sind primär hausgemacht", schreibt KFP in der Aussendung.

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Den größten Unterschied machte demnach die Preisentwicklung bei Energie und Wohnen. Während die Energiepreise im Euroraum zwischen 2022 und 2025 um 5,5 Prozent sanken, ging sie in Österreich um 8,8 Prozent in die Höhe.

Massive Österreich-Aufschläge bei Energie & Wohnen

Nicht die Spritpreise seien dabei der entscheidende Faktor gewesen. Diese hätten sich laut KFP "weitgehend gleichförmig mit dem Trend im Euroraum" entwickelt. Der eigentliche Preisdruck kam demnach von der Haushaltsenergie. Dazu zählen Fernwärme, Heizöl, Erdgas und Strom.

"Infolgedessen zogen auch die Kosten für den Wohnungsaufwand überdurchschnittlich an", heißt es in der Analyse. Dazu kamen die Mieten, die laut KFP noch rascher wuchsen. Unterm Strich macht das Plus beim Wohnen zwischen 2022 und 2025 hierzulande satte 20,8 Prozent aus, während es in der Eurozone insgesamt nur 5,2 Prozent waren.

Auch Gastro schnalzte die Preise in die Höhe

Auch andere Bereiche trugen zur höheren Inflation in Österreich bei. So seien die Preissteigerungen im Bereich Gesundheit sowie in der Gastronomie nicht unbedeutend gewesen. Im Vergleich zum Euroraum hätten sich die Preise dort in den vergangenen drei Jahren um rund 40 bzw. weise 50 Prozent rascher erhöht.

Keine großen Ausschläge bei Lebensmittelpreisen

Bei Lebensmitteln zeigt die Analyse ein anderes Bild. Die stark kritisierte Teuerung im Supermarkt entsprach demnach weitgehend dem Trend im Euroraum. KFP hält fest: "Die Lebensmittelpreise entwickelten sich nahezu synchron mit dem Trend im Euroraum."

Auch bei Bekleidung und Schuhen lag Österreich nicht über dem Schnitt. Die Verbraucherpreise in diesem Bereich stiegen laut Analyse sogar "um einen Tick langsamer" als im EU-Ausland.

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