Preise ziehen weiter an

Inflation steigt auf 3,4 % – Sprit wird zum Problem

Vor allem Treibstoff und Heizöl treiben die Inflation in Österreich nach oben. Ohne Preisbremse wäre sie noch höher.
Michael Rauhofer-Redl
20.05.2026, 09:25
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Die Inflation in Österreich ist im April erneut gestiegen. Wie die Statistik Austria am Mittwoch bekanntgab, lag die Teuerung bei 3,4 Prozent und damit etwas höher als zunächst erwartet. Hauptverantwortlich dafür sind die stark gestiegenen Energie- und Treibstoffpreise.

Besonders an den Tankstellen merken die Österreicher die Preisexplosion. Treibstoffe verteuerten sich im Jahresvergleich um satte 28 Prozent. Gemeinsam mit den massiv gestiegenen Heizölpreisen sind sie laut Statistik Austria für fast ein Drittel der gesamten Inflation verantwortlich.

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Sprit als Problem

"Für etwa 1 Prozentpunkt der Inflation sind gestiegene Treibstoff- und Heizölpreise verantwortlich", erklärte Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk. Ohne die neuen Preisbremsen der Regierung wäre die Teuerung sogar noch höher ausgefallen. Die sogenannte Spritpreisbremse habe die Inflation um rund 0,2 Prozentpunkte gedrückt.

Die Teuerung im Bereich Verkehr lag insgesamt bei 7,7 Prozent und war damit der stärkste Inflationstreiber. Auch Reparaturen für Autos sowie Neu- und Gebrauchtwagen wurden teurer.

Noch drastischer fiel der Anstieg bei Heizöl aus: Hier schossen die Preise um 62,6 Prozent nach oben. Auch Gas und feste Brennstoffe verteuerten sich deutlich. Etwas Entlastung gab es hingegen bei Strom. Dieser wurde durch niedrigere Abgaben und neue Entlastungsmaßnahmen sogar um mehr als zehn Prozent billiger.

Steigende Kosten gab es auch beim Wohnen. Die Mieten erhöhten sich um fünf Prozent, die Instandhaltung von Wohnungen wurde ebenfalls teurer.

Hohes Preisniveau in der Gastro

In der Gastronomie bleibt das Preisniveau ebenfalls hoch. Restaurantbesuche verteuerten sich um 5,3 Prozent. Laut Statistik Austria würde die Inflation ohne die höheren Sprit- und Gastropreise nur bei 2,1 Prozent liegen.

Etwas entspannter entwickelte sich die Lage bei Lebensmitteln. Nahrungsmittel verteuerten sich im Schnitt um 2,2 Prozent und damit weniger stark als die Gesamtinflation. Fleisch kostete allerdings um 5,3 Prozent mehr. Auch alkoholfreie Getränke und Obst wurden teurer. Speiseöle wurden dagegen erneut günstiger.

Für Entlastung sorgte der frühe Ostertermin. Dadurch wurden Flugtickets und Pauschalreisen billiger, was die Inflation ebenfalls um rund 0,2 Prozentpunkte dämpfte.

Besonders deutlich spüren viele Haushalte die Teuerung beim Wocheneinkauf: Der sogenannte Miniwarenkorb, in dem auch Treibstoffe enthalten sind, verteuerte sich um 5,8 Prozent.

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