Der Krieg im Nahen Osten könnte für die Weltwirtschaft noch deutlich teurer werden als bisher gedacht. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schlägt diese Woche Alarm.
IWF-Chefin Kristalina Georgiewa warnt vor einem Wiederaufflammen der Inflation und schweren wirtschaftlichen Schäden. Besonders brisant: Sollte der Konflikt bis 2027 andauern und der Ölpreis auf rund 125 Dollar pro Barrel steigen, drohen deutlich schlimmere Folgen.
Dann gibt es wohl kein Halten mehr und Produkte des Alltags würden deutlich steigen im Preis – auch Lebensmittel und Drogerieartikel.
Schon jetzt zeigt sich die Entwicklung am Markt. Die Ölsorte Brent lag diese Woche deutlich über 100 Dollar – ein Niveau, das die Sorgen weiter anheizt.
Die bisherigen Prognosen des IWF sind damit hinfällig. Ursprünglich war man nur von einer leichten Abschwächung des globalen Wachstums und moderaten Preissteigerungen ausgegangen. Laut Georgiewa ist dieses Szenario aber nicht mehr haltbar.
Stattdessen sei bereits das sogenannte Negativszenario eingetreten. Die Lage könnte sich weiter zuspitzen, wenn der Krieg nicht bald endet.
Noch bleiben die langfristigen Inflationserwartungen stabil und auch die Finanzierungsbedingungen haben sich bisher nicht deutlich verschärft. Doch genau das könnte sich rasch ändern.