Neun Mitarbeiter betroffen

Keine Chance gegen Teuerung: Traditionsbetrieb gibt auf

Die Wollersberger Stahlbau GmbH aus Wernstein ist insolvent - steigende Kosten und Auftragsflaute bringen das Aus.
Oberösterreich Heute
28.04.2026, 13:57
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Die Teuerung trifft jetzt auch die Industrie im Innviertel mit voller Wucht: Über die Wollersberger Stahlbau Gesellschaft m.b.H. aus Wernstein am Inn wurde am 28. April ein Konkursverfahren am Landesgericht Ried eröffnet.

Das Unternehmen, das seit Jahrzehnten im Stahl-, Metall- und Maschinenbau tätig ist, steht damit vor dem Aus. Insgesamt sind neun Mitarbeiter betroffen, dazu kommen 37 Gläubiger, die nun um ihr Geld bangen.

Ein Blick in die Zahlen zeigt das ganze Ausmaß der Krise: Schulden in Höhe von rund 669.000 Euro stehen lediglich Aktiva von etwa 173.000 Euro gegenüber.

Als Hauptgründe nennt das Unternehmen selbst die schwache Auftragslage und die Eintrübung im Bausektor. Gerade dieser Bereich ist für viele Betriebe im Metallbau entscheidend - bleibt er aus, fehlen die Einnahmen. Gleichzeitig explodierten die Kosten für Rohmaterialien und Energie. Diese Preissteigerungen konnten jedoch nicht an die Kunden weitergegeben werden, wodurch die Margen massiv unter Druck gerieten.

Zusätzlich belastete ein teilweise veralteter Maschinenpark den Betrieb. Investitionen wären notwendig gewesen, waren aber finanziell nicht mehr stemmbar.

Eine Fortführung ist laut aktuellem Stand nicht geplant. Stattdessen soll der Betrieb geschlossen werden. Ein Insolvenzverwalter wurde bereits eingesetzt, er soll das vorhandene Vermögen bestmöglich verwerten.

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Für das Unternehmen ist es nicht die erste Krise: Bereits 2012 gab es ein Sanierungsverfahren. Damals konnte man sich noch retten und einen Sanierungsplan erfüllen. Doch diesmal dürfte es kein Zurück mehr geben.

Gläubiger haben nun bis Mitte Juli Zeit, ihre Forderungen anzumelden. Ende Juli findet am Landesgericht Ried die erste Gläubigerversammlung statt.

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