Wer hier einschläft, ist in besten Händen: Das Ordensklinikum Linz hat sein Schlaflabor modernisiert und auf sechs Patientenzimmer erweitert. Damit ist es laut Krankenhaus das größte Schlaflabor in Oberösterreich. Schnarchen auf Top-Niveau sozusagen – aber mit ernstem Hintergrund.
Seit rund 35 Jahren werden am Standort Elisabethinen Menschen mit schlafbezogenen Atemstörungen untersucht. Schwerpunkt ist die obstruktive Schlafapnoe – also Atemaussetzer im Schlaf. Jetzt wurden die Bereiche der Pneumologie räumlich zusammengelegt, das Labor neu angesiedelt und technisch aufgerüstet.
Bei Schlafapnoe erschlafft im Schlaf die Muskulatur im Rachenraum. Die Atemwege verengen sich oder schließen kurzzeitig. Betroffene schlafen schlecht, wachen häufig auf und sind tagsüber oft müde. Auch lautes, explosionsartiges Schnarchen kann ein Hinweis sein.
Die Erkrankung wird mit Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Diabetes Typ 2 und einem erhöhten Schlaganfallrisiko in Verbindung gebracht. Männer sind zwei- bis dreimal so häufig betroffen wie Frauen.
Die Patientinnen und Patienten verbringen die Nacht in Einzelzimmern mit eigenem Bad. Vor dem Einschlafen werden sie verkabelt, bei Bedarf wird auch eine Atemmaske angepasst. Während sie schlafen, überwacht das Pflegepersonal die Messwerte am Monitor. Am nächsten Morgen werden die Daten ausgewertet.
Behandelt wird Schlafapnoe meist mit einer nächtlichen Atemhilfe. Die Maske hält die Atemwege durch positiven Druck offen. Laut Oberarzt Gerhard Kos wirkt diese mechanische Therapie oft schon nach wenigen Tagen. Zusätzlich bekommen Betroffene Tipps zur Schlafhygiene. Zum Beispiel: weniger Alkohol, kein üppiges Essen am Abend, Stress reduzieren, keine Schlafmittel und möglichst Seitenlage.