Großer Zins-Check

Spar-Alarm: 3 Prozent sind zurück – aber nicht für alle

Neue Anbieter bringen Bewegung in den Sparmarkt. Wer vergleicht, kann sich laut Analyse wieder deutlich bessere Zinsen holen.
Team Wirtschaft
20.06.2026, 12:15
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Am Sparmarkt tut sich wieder etwas. Eine aktuelle Sparzins-Analyse von Durchblicker zeigt: In den vergangenen Monaten sind die Konditionen bei heimischen Sparprodukten deutlich in Bewegung geraten. Das gilt sowohl für täglich verfügbares Tagesgeld als auch für langfristige Festgeld-Angebote.

Zusätzlichen Rückenwind bringt die jüngste Anhebung des EZB-Einlagezinses auf 2,25 Prozent. Sie verstärkt laut Durchblicker-Aussendung den Aufwärtstrend bei den Sparzinsen weiter. Für Sparer heißt das: Wer sein Geld nicht einfach am Konto liegen lässt, kann den Wertverlust durch die wieder steigende Inflation zumindest abschwächen.

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Große Banken geizen bei den Zinsen

Manuel Wukovits, Experte für Bankprodukte bei Durchblicker, sieht den Markt aber nicht nur wegen der EZB in Bewegung. "Der Wettbewerb bei Sparzinsen wird nicht allein durch die Erhöhung des Referenzzinssatzes belebt. Denn während große Banken bei den Standardkonditionen zurückhaltend bleiben, drücken Neobanken und ausländische Anbieter über die Zinsportale die Top-Konditionen nach oben. Vergleichen lohnt sich wieder."

Bei Tagesgeld sind bis zu 3,00 Prozent möglich

Beim Tagesgeld zeigt sich der Effekt besonders deutlich. Im Durchblicker-Vergleich liegt der Spitzenzinssatz inklusive Neukunden-Bonus derzeit bei bis zu 3,00 Prozent pro Jahr. Getrieben werde dieses Niveau vor allem von neuen digitalen Anbietern.

Der Durchschnitt aller Tagesgeld-Angebote liegt dagegen nur bei 1,55 Prozent. Bei einer Anlage von 20.000 Euro macht das laut Analyse einen Unterschied von 273 Euro Ertrag pro Jahr. Heißt: Wer sein Erspartes beim falschen Anbieter parkt, lässt bares Geld liegen.

Bundesschatz lockt mit 3,20 Prozent

Noch klarer ist das Bild bei langfristigen Anlagen. Der Bundesschatz der Republik Österreich, also das staatliche Anlageprodukt der Bundesfinanzierungsagentur, bietet bei zehn Jahren Bindung derzeit bis zu 3,20 Prozent pro Jahr. Damit liegt er bei langen Laufzeiten über den besten klassischen Bank-Festgeldern.

Im Festgeld-Vergleich von Durchblicker liegen die Top-Konditionen bei einem Jahr Bindung aktuell bei 2,75 Prozent pro Jahr. Bei vier Jahren Bindung sind bis zu 2,65 Prozent pro Jahr möglich.

Angebot der Republik als Top-Deal

"Im langfristigen Segment gibt es derzeit ein starkes Angebot der Republik, das dort auch die besten Bank-Festgelder schlägt", sagt Wukovits. "Wer sein Geld länger binden kann und auf maximale Sicherheit setzt, findet hier den derzeit attraktivsten Zinssatz am Markt."

Fazit der Analyse: Wer beim Sparen noch immer glaubt, dass es nichts zu holen gibt, verschenkt Geld. Für täglich verfügbares Geld seien Onlinebanken derzeit besonders attraktiv. Für langfristige Anlagen kämen klassische Banken und vor allem der Bundesschatz infrage.

Hoch von 2023 ist dennoch Geschichte

Wukovits ordnet das aktuelle Niveau so ein: "Das 4-Prozent-Hoch von 2023 ist Geschichte, doch das aktuelle Zinsniveau liegt immer noch deutlich über dem der 2010er-Jahre." Wer aktiv vergleiche und wechsle, könne sich auch heuer attraktive Zinsen sichern. Wer Angebote abseits der Hausbank ignoriere, laufe hingegen Gefahr, sein Erspartes langfristig an die wieder steigende Inflation zu verlieren.

{title && {title} } tmw, {title && {title} } 20.06.2026, 12:15
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