Experte enthüllt

Mit diesen Tricks sparst du bis zu 5.254 Euro im Jahr

Die Teuerung ist für viele deutlich spürbar. Immer mehr müssen deshalb auf Ersparnisse zurückgreifen. Dabei ist das Sparpotenzial gewaltig.
Team Wirtschaft
27.05.2026, 17:02
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Die Preise bleiben für viele Menschen in Österreich ein Dauerthema. Eine aktuelle Fixkostenstudie des Vergleichsportals Durchblicker unter 1.200 Österreichern zeigt: Acht von zehn Befragten spüren die Teuerung, knapp jeder Dritte sogar deutlich.

Am stärksten macht sich der Preisanstieg laut Umfrage bei Transport und Verkehr bemerkbar. 59 Prozent nehmen die Belastung dort stark oder sehr stark wahr. Genauso hoch ist der Wert bei Nahrungsmitteln. In Restaurants, Cafés und Bars spüren 51 Prozent die höheren Preise deutlich, bei Reisen und Urlaub sind es 44 Prozent.

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Fast zwei Drittel sparen bei Mode und Urlaub

"Diese Bereiche treffen die Menschen täglich: tanken, einkaufen, essen gehen. Wenn dort die Preise steigen, ist das sofort im Geldbörsel zu merken", sagt Martin Zwickl von Durchblicker. Er erklärt weiter, dass dann – wie so oft in den vergangenen Jahren – der Sparstift zum Einsatz komme. Für 63 Prozent sei das eine ganz bewusste Entscheidung.

Gespart wird vor allem dort, wo es nicht ums Lebensnotwendige geht. Sieben von zehn Österreichern geben weniger Geld in Restaurants und Cafés aus. 60 Prozent sparen bei Bekleidung und Schuhen, 59 Prozent bei Reisen und Urlaub.

Männer bremsen sich vor allem bei Alkohol und Tabak ein

Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Frauen kürzen besonders stark bei Bekleidung: 70 Prozent geben hier weniger aus, bei Männern sind es 49 Prozent. Männer sparen dafür öfter bei Alkohol und Tabak. 42 Prozent der Männer schränken sich dort ein, bei Frauen sind es 27 Prozent.

Auffällig: Obwohl die Teuerung bei Transport und Verkehr besonders stark wahrgenommen wird, sparen nur 32 Prozent der Befragten in diesem Bereich. Damit liegt Mobilität nur auf Platz acht der Sparbereiche. "Mobilität ist für viele schlicht nicht verhandelbar", sagt Zwickl. Umso wichtiger sei es aus seiner Sicht, an anderen Stellen anzusetzen, etwa bei den Fixkosten.

Immer müssen auf Notgroschen zurückgreifen

Neben bewussten Einschränkungen greifen viele Menschen bereits auf finanzielle Reserven zurück. Ein Drittel der Befragten nutzt Ersparnisse, um über die Runden zu kommen. Etwa jeder Fünfte überzieht regelmäßig sein Konto. 15 Prozent haben in den vergangenen sechs Monaten sogar Wertgegenstände verkauft.

Zwickl sieht dennoch ungenutztes Sparpotenzial. "An einfachen Stellschrauben wird dabei zu selten gedreht", sagt er. Viele würden ihre Fixkosten nicht prüfen. 35 Prozent der Befragten geben laut Umfrage an, in den vergangenen sechs Monaten weder eine Optimierung umgesetzt zu haben noch eine solche zu planen.

Riesen-Potenzial bei Versicherungen

Wie groß dieses Potenzial sein kann, zeigt Durchblicker anhand eines Rechenbeispiels. Eine vierköpfige Familie in St. Pölten mit Eigenheim, Pkw und Standardverträgen bei Energie, Mobilfunk und Girokonto könne durch Anbieterwechsel bis zu 5.254 Euro im Jahr sparen.

Der größte Brocken entfällt dabei laut Berechnung auf Versicherungen. Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Angebot liegen demnach bis zu 3.480 Euro pro Jahr. Dazu kommen rund 1.186 Euro bei Strom und Gas, 346 Euro beim Girokonto sowie 240 Euro bei Mobilfunk und Festnetz.

Fachmann rät zum regelmäßigen Kosten-Check

"Fix heißt nicht unveränderbar", sagt Zwickl. Beim Mobilfunk und zunehmend auch bei Energieverträgen sei vielen Österreichern bewusst, dass ein regelmäßiger Check Geld bringen könne. Bei Versicherungen sei das Sparpotenzial aber oft ein blinder Fleck.

Verträge würden häufig einmal abgeschlossen und danach jahrelang nicht mehr angeschaut, so Zwickl. Genau dieses Prinzip koste österreichische Haushalte jedes Jahr viel Geld.

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