Ab 1. Juli 2026 gibt es im Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) Änderungen bei den Ticketpreisen für Niederösterreich und das Burgenland. Die Preise für ausgewählte Tickets im Bereich "Region" steigen im Schnitt um 3,5 Prozent. In Wien bleibt alles wie gehabt, denn dort wurden die Preise schon mit Jahresbeginn 2026 angepasst. Freizeit-Tickets, Freizeit-Ticket Plus sowie Wochenendticket und Wochenendticket Plus bleiben von der aktuellen Erhöhung ausgenommen.
Für Schüler und Lehrlinge wird der Selbstbehalt für die Freifahrt ab dem Schuljahr 2026/27 österreichweit um 10 Euro auf 29,60 Euro angehoben. Dieser Betrag entspricht dem Preis des VOR Jugendtickets, das für Fahrten zwischen Wohnort und Schule oder Lehrbetrieb an Schultagen gilt.
Das beliebte VOR Top-Jugendticket wird ebenfalls teurer: Statt bisher 88,60 Euro kostet es künftig 101 Euro. Damit immerhin weiter das ganze Jahr alle Öffis in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland nutzen – auch an Wochenenden und in den Ferien.
Mit 1. September 2026 steigen auch die Preise für das VOR KlimaTicket MetropolRegion und Region sowie für die VOR Strecken-Jahreskarten. Die Erhöhung betrifft nur den Regionsanteil für Niederösterreich und Burgenland und liegt ebenfalls bei durchschnittlich 3,5 Prozent.
Warum das Ganze? Die Einnahmen aus den Ticketverkäufen decken nur einen Teil der Kosten für den Öffentlichen Verkehr in der Ostregion. Die restlichen Ausgaben übernehmen weiterhin die Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland sowie der Bund. Die Wertsicherung bei den Ticketpreisen ist laut Aussendung notwendig, um den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs weiter voranzutreiben und die gestiegenen Energie- und Betriebskosten der Verkehrsunternehmen abzufedern.
Konkret betrifft die Tarifanpassung ab 1. Juli 2026 vor allem Einzel- und Tagestickets sowie die flexiblen 7- und 31-Tage-Tickets im Regionaltarif für Niederösterreich und das Burgenland. Die Preise werden jährlich gemeinsam mit den Ländern und Partnern anhand der Kostenentwicklung und des Verbraucherpreisindex der Statistik Austria überprüft.
Hier ein paar Beispiele für die neuen Ticketpreise ab 1. Juli 2026 (günstigste Tarifstufe): Einzelkarte Vollpreis: 2,30 Euro (statt 2,20 Euro); Tageskarte Vollpreis: 4,50 Euro (statt 4,30 Euro).
Für eine Einzelfahrt von der Wiener Kernzonengrenze nach St. Pölten Hauptbahnhof zahlst du künftig also 14,50 Euro (bisher 14,00 Euro). Kinder zahlen 7,30 Euro (bisher 7,00 Euro), Senioren 8,70 Euro (bisher 8,40 Euro). Die Strecke Mattersburg Brunnenplatz – Wiener Neustadt Hauptbahnhof kostet ab Juli 2026 5,90 Euro für Erwachsene (bisher 5,70 Euro), für Kinder 3,00 Euro (bisher 2,90 Euro) und für Senioren 3,50 Euro (bisher 3,40 Euro).
Auch das Ticketsortiment wird vereinfacht. Klassische Wochen- und Monatskarten entfallen. Stattdessen bleiben die flexiblen 7-Tage- und 31-Tage-Tickets bestehen. Diese gelten ab dem gewählten Startdatum für sieben beziehungsweise 31 aufeinanderfolgende Kalendertage. Die vergünstigten VOR Monatskarten für Studierende bleiben unverändert und gelten weiterhin für ein Kalendermonat.
Ab 1. Juli 2026 erhöht sich außerdem die Bearbeitungsgebühr für bestimmte Verwaltungsleistungen auf 15 Euro (bisher 10 Euro). Das betrifft zum Beispiel die Ausstellung von Duplikaten für Jahres- und Jugendtickets, schriftliche Mahnungen oder Bareinzahlungen in den Kundencenter bei bestehendem SEPA-Lastschriftmandat.
Für das VOR Jugendticket zahlst du ab dem Schuljahr 2026/27 29,60 Euro (bisher 19,60 Euro). Damit kannst du zwischen Wohnort und Ausbildungsstätte fahren. Das VOR Top-Jugendticket kostet dann 101 Euro (bisher 88,60 Euro) und gilt weiterhin für alle Öffis in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland – auch in den Ferien.