An der Wall Street herrscht trotz des Iran-Kriegs Partystimmung. Der Nasdaq Composite hat am Montag erstmals in seiner Geschichte die Marke von 30.000 Punkten überschritten – angetrieben von der scheinbar unaufhaltsamen Begeisterung rund um Künstliche Intelligenz.
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten scheinen Anleger derzeit kaum zu beunruhigen. Im Gegenteil: Die Märkte blicken optimistisch in die Zukunft.
Wie NTV berichtet, erklärte Investmentexperte Adam Sarhan von 50 Park Investments: "Auch wenn wir noch kein Ende des Krieges haben, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich die Situation eher früher als später friedlich lösen wird."
Die Realität spreche für die Börsen: Die Unternehmensgewinne steigen trotz hoher Inflation weiter an. Gegen Ende der Berichtssaison wird für das erste Quartal ein Gewinnwachstum von 29 Prozent im Jahresvergleich erwartet – vor einem Monat lag die Schätzung noch bei 16,1 Prozent.
Branchenkenner ziehen bereits Parallelen zum Boom Ende der 1990er-Jahre. Damals endete die Euphorie allerdings im großen Crash. Ob sich die Geschichte wiederholt, bleibt abzuwarten.