Die irische Billigfluglinie Ryanair rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit deutlich steigenden Ausgaben.
Besonders die Kosten für Kerosin, Personal und die Wartung der Flugzeuge dürften laut Unternehmen spürbar zulegen.
Im vergangenen Geschäftsjahr bis Ende März konnte Ryanair zwar einen Gewinn von 2,2 Milliarden Euro erzielen und den Umsatz um elf Prozent auf 15,5 Milliarden Euro steigern.
Dennoch verzichtete Konzernchef Michael O’Leary auf eine Prognose für das kommende Jahr, da die Auswirkungen der geopolitischen Lage schwer einzuschätzen seien, wie "20min" berichtet.
O’Leary erklärte, es sei noch zu früh für eine belastbare Einschätzung, da die Entwicklungen im Nahen Osten und auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine das Geschäft stark beeinflussen könnten.
Risiken wie eine eingeschränkte Kerosinversorgung und anhaltend hohe Treibstoffpreise für nicht abgesicherte Mengen bleiben bestehen.
Der Gewinn fiel trotz einer Strafzahlung italienischer Behörden höher aus als von Analysten erwartet. Ryanair hat nur einen Teil dieser Strafe als Sondereffekt verbucht und wehrt sich weiterhin gegen die Entscheidung.
In Österreich gelangte Ryanair zuletzt wegen eines massiven Konflikts über die Luftverkehrssteuer und die hohen Kosten am Standort Wien in die Schlagzeilen. O'Leary setzt die Regierung unter Druck, die Abgaben abzuschaffen.