Wer mit Billig-Airlines verreist, kennt die Anspannung oft schon vor dem Boarding: Passt der Koffer wirklich noch in den Gepäckrahmen oder droht plötzlich eine teure Zusatzgebühr? Genau dieses Szenario könnte bei Ryanair jetzt noch häufiger werden. Europas größte Billigfluglinie will ihre Mitarbeiter künftig nämlich stärker dafür belohnen, zu großes Handgepäck aufzuspüren.
Der Chef der Fluglinie, Michael O’Leary, erklärte gegenüber der britischen Zeitung "The Times", dass die Provision für Mitarbeitende von derzeit 2,50 Euro auf etwa 3,50 Euro steigen soll. Damit wolle die Airline das Personal motivieren, bei den Kontrollen noch genauer hinzusehen.
Denn: Immer weniger Reisende kommen mit zu großem Gepäck zum Gate. O’Leary stellt klar: "Jeder muss wissen: Wer mit einer Tasche erscheint, die nicht in den Gepäckmesser passt, zahlt drauf."
Wer mit zu großem Gepäckstück zum Gate kommt, muss laut Ryanair mit Zusatzkosten von bis zu 75 Euro rechnen. Das betrifft alle Taschen und Koffer, die größer als 55x40x20 Zentimeter sind. Laut Airline kann das Gepäck entweder abgewiesen werden oder, falls im Frachtraum noch Platz ist, gegen Gebühr mitfliegen.
Die Reiseexpertin Hannah Mayfield vom britischen Versicherungsportal PayingTooMuch warnt in der "HuffPost UK": Auch kleine Abweichungen können teuer werden. Oft werden sogar Rollen oder Griffe beim Messen des Gepäcks mitgerechnet.