Nach Ausbruch auf "MV Hondius"

Schon 11 Hanta-Fälle – auch Spitals-Personal betroffen

Nach dem Ausbruch auf der "Hondius" gibt es bereits elf Verdachts- und bestätigte Fälle. Auch Spital-Personal musste in Quarantäne.
Newsdesk Heute
12.05.2026, 14:19
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Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" steigt die Zahl der Infektionen weiter an. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden bisher neun Menschen positiv getestet, bei zwei weiteren Fällen wird ebenfalls von einer Ansteckung ausgegangen. In der Zahl sind auch die drei Todesopfer enthalten.

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WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte bei einer Pressekonferenz in Madrid, dass alle Betroffenen isoliert wurden und unter strenger Beobachtung stehen. Das Risiko einer weltweiten Ausbreitung sei derzeit gering. Dennoch könne es in den kommenden Wochen weitere Fälle geben.

Die WHO empfiehlt eine "strenge Überwachung" aller evakuierten Passagiere und Crewmitglieder bis zum 21. Juni. Die einzelnen Staaten könnten die Vorgaben der WHO allerdings an ihre eigenen Regeln anpassen. "Sie haben auch ihre Souveränität. Wir können sie nicht zwingen, unsere Protokolle zu übernehmen."

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bewertet die durch die Hantavirus-Krise entstandene Lage während einer gemeinsamen Pressekonferenz im Moncloa-Palast in Madrid.
IMAGO/Anadolu Agency

Noch immer befinden sich 25 Besatzungsmitglieder sowie zwei medizinische Mitarbeiter an Bord der "Hondius". Zuvor waren bereits sämtliche Passagiere evakuiert worden.

Tedros lobte besonders Spaniens Einsatz bei der Evakuierung auf Teneriffa. Trotz Kritik und Sorgen vor einer Ausbreitung habe die Regierung "beispielhafte Solidarität" gezeigt. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach von einer globalen Gesundheitskrise, die nur mit internationaler Zusammenarbeit bewältigt werden könne.

Auch in den Niederlanden sorgt der Ausbruch mittlerweile für Folgen. Zwölf Mitarbeiter eines Krankenhauses mussten vorsorglich in Quarantäne, nachdem sie Kontakt mit einem infizierten Passagier hatten. Laut dem Radboud-Spital wurden bei der Aufnahme des Patienten nicht alle Sicherheitsvorschriften eingehalten. Das Risiko einer tatsächlichen Ansteckung sei aber gering.

Die "Hondius" war am 1. April in Ushuaia in Argentinien gestartet. Bereits am 11. April starb ein niederländischer Passagier an Bord. Seine Ehefrau, die später nach Südafrika ausgeflogen wurde, starb ebenfalls wenige Tage danach. Anfang Mai kam schließlich eine deutsche Passagierin ums Leben.

Besonders gefährlich: Gegen das Hantavirus gibt es weder eine Impfung noch eine gezielte Behandlung. Die WHO vermutet, dass der erste Infizierte das Virus bereits vor Reisebeginn in Südamerika aufgenommen hatte. Danach dürfte sich die seltene, von Mensch zu Mensch übertragbare Andes-Variante an Bord verbreitet haben.

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