Trump unter Druck

Iran an USA: "Akzeptieren oder scheitern"

Der Ton zwischen Teheran und Washington wird schärfer. Der Iran bringt nun sogar die Wiederaufnahme der Uran-Anreicherung für Atomwaffen ins Spiel.
Nick Wolfinger
12.05.2026, 12:34
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Der Iran erhöht im Konflikt mit den USA jetzt massiv den Druck. Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf forderte Washington auf, den iranischen 14-Punkte-Plan zu akzeptieren. US-Präsident Donald Trump hatte diesen bereits als "völlig inakzeptabel" zurückgewiesen und mit neuen Angriffen gedroht.

Nun dreht der Iran den Spieß um. Sollten die USA den Deal nicht annehmen, würden die USA "einen Misserfolg nach dem anderen" erleben, schrieb Ghalibaf auf X.

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US-Steuerzahler werden "teuer bezahlen"

Ghalibaf warnte außerdem, dass Trumps Kompromisslosigkeit die USA teuer zu stehen komme. "Je länger sie auf der Bremse stehen, desto mehr werden die amerikanischen Steuerzahler dafür bezahlen". Trump steht innenpolitisch zunehmend unter Druck, den Konflikt zu beenden.

Bei Angriff ist Atom-Deal obsolet

Besonders brisant: Der Sprecher des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Resaei, drohte offen mit weiterer Urananreicherung. Sollte es neue US-Angriffe geben, könne der Iran Uran künftig auf 90 Prozent anreichern.

Das gilt als kritische Schwelle für den Bau von Atomwaffen. Der Iran verfügt bereits über Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent.

Ein vollständiger Verzicht auf Atomwaffen gehört allerdings zu den wichtigsten Forderungen der USA. Washington verlangt außerdem, dass das angereicherte Uran außer Landes gebracht wird.

Krieg eskalierte Ende Februar

Die USA und Israel hatten laut der Meldung am 28. Februar Angriffe auf den Iran gestartet. Teheran reagierte darauf mit Drohnen- und Raketenattacken auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Ziele in der Region.

Mit den neuen Drohungen steigt die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten deutlich an.

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