Noch 140 Menschen auf Schiff

Hantavirus-Drama – so steckte sich Patient Null an

In dem Hantavirus-Drama auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" kommen immer mehr Details ans Licht. Behörden haben nun eine erste Theorie veröffentlicht.
Newsdesk Heute
06.05.2026, 19:55
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Was als eine abenteuerliche Kreuzfahrt von Argentinien nach Kap Verde begann, endete für die Passagiere und Crew der "Hondius" in einem Albtraum. An Bord breitete sich das Hantavirus aus, drei Menschen aus den Niederlanden und Deutschland sind bereits verstorben.

Das Schiff, auf dem sich noch rund 140 Menschen befinden, liegt noch immer vor Kap Verde. Am Mittwoch wurden drei Passagiere, die medizinische Versorgung benötigten, evakuiert. Bei ihnen soll es sich um einen Briten (56), einen Niederländer (41) und eine Deutsche (65) handeln – "Heute" berichtete.

Infektion bereits vor Kreuzfahrt

Die Infizierten wurden von einem Rettungsteam in massiver Schutzkleidung auf einem kleinen Boot an Land gebracht. Von dort aus sollten sie mittels Spezialflieger nach Amsterdam (Niederlande) gebracht werden. Aufgrund der Erkrankung des Schiffsarztes wurden zwei Fachärzte für Infektionskrankheiten zur Unterstützung eingeflogen. Das Schiff soll nun mit den übrigen Passagieren und Crew-Mitgliedern nach Spanien fahren und dort auf Teneriffa anlegen.

Indes gab es nun eine brisante Nachricht der ermittelnden Behörden aus Argentinien. Wie die "Bild" berichtet, soll sich der Patient Null – ein Niederländer – bereits vor Beginn der Kreuzfahrt im argentinischen Ushuaia infiziert haben.

Theorie noch unbestätigt

Demnach hätten der Mann und seine Ehefrau – beide sind tragischerweise bereits ums Leben gekommen – an einer Vogelbeobachtungstour teilgenommen. Im Zuge des Ausflugs hätte das Ehepaar auch eine Müllhalde besucht.

Es besteht der Verdacht, dass sie dabei in Kontakt mit infizierten Nagetieren gekommen sein könnten. Somit kamen der Mann, der als Erster Symptome zeigte und verstarb, oder gar auch seine Frau schon krank aufs Schiff. Bestätigt ist diese Theorie allerdings noch nicht. Sowohl in Ushuaia als auch in der umliegenden Provinz Tierra del Fuego wurde bisher keine Infektion mit dem Hantavirus gemeldet.

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