Szenen erinnern an Corona

Arzt infiziert! Virus-Kranke werden vom Schiff gebracht

Die Lage auf der "Hondius" spitzt sich immer weiter zu. Drei an dem Hantavirus Erkrankte wurden nun von dem Kreuzfahrtschiff evakuiert.
Newsdesk Heute
06.05.2026, 15:38
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Drama auf hoher See! Auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" (Reisekosten pro Passagier zwischen 15.000 und 25.000 Euro) kam es zu einem massiven Ausbruch des hochgefährlichen Hantavirus. Inzwischen sind drei Passagiere daran verstorben.

Die Situation auf dem Schiff, welches vor der Küste Kap Verdes liegt, wird immer angespannter. Auch der Schiffsarzt soll mittlerweile infiziert sein.

Nun wurden drei Passagiere, die medizinische Versorgung benötigten, von dem Kreuzfahrtschiff evakuiert. Dies bestätigte die zuständige Reederei "Oceanwide Expeditions" gegenüber "Heute". Dem niederländischen Außenministerium zufolge soll es sich dabei um einen Briten (56), einen Niederländer (41) und eine Deutsche (65) handeln.

Heftige Schutzvorkehrungen

Fotos zeigten, wie sich ein Rettungsteam in massiver Schutzkleidung auf einem kleinen Boot zu Schiff begab. So wurden die betroffenen Passagiere – ebenfalls mit Maske und Schutzkleidung – von Bord gebracht.

Es sind Szenen, die an die Corona-Pandemie erinnern. Danach sollen die Erkrankten mittels Spezialflugzeugen nach Amsterdam gebracht und von dort aus in spezialisierte, europäische Kliniken verlegt werden.

Hier kamen die Helfer an Bord der "Hondius".
APA-Images / AFP

Laut der Reederei befinden sich zwei der Evakuierten "weiterhin in einem ernsten Zustand". Die dritte Person sei symptomfrei, habe aber Kontakt zu einer der verstorbenen Personen gehabt. Die medizinische Versorgung an Bord soll nun durch zwei "Fachärzte für Infektionskrankheiten" verstärkt werden. Sie sollen noch am Mittwoch aus den Niederlanden eingeflogen werden.

Widerstand auf Kanaren

Die "Hondius" soll dann die Kanarischen Inseln ansteuern. Laut der spanischen Gesundheitsministerin Mónica García Gómez soll das Schiff in den nächsten drei Tagen an einem Hafen anlegen, der 10 Minuten vom Flughafen Teneriffa entfernt ist. Die Infizierten sollen dann in Quarantäne kommen und später mit Militär-Fliegern nach Madrid gebracht werden. Dort werden sie in einem Militärkrankenhaus behandelt.

Menschen auf den Kanaren müssen sich der Gesundheitsministerin zufolge nicht fürchten. Dennoch regt sich gerade dort Widerstand – "Heute" berichtete. Demnach möchte Kanaren-Regierungschef Fernando Clavijo das Anlegen verhindern.

Seitens "Oceanwide Expeditions" wurde versichert, dass man in "ständigem Austausch mit den zuständigen Behörden" stehe. Einzelheiten zur Weiterreise der Gäste könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigen.

Weiterer Infizierter in Zürich

Des Weiteren wurde in der Zwischenzeit bestätigt, dass sich ein Passagier, der auf der ersten Etappe der "Hondius" von Argentinien nach St. Helena dabei war, ebenfalls mit dem Hantavirus angesteckt hat.

Er werde derzeit im Universitätsspital Zürich behandelt. Seine Frau, die ihn begleitet hatte, zeige keine Symptome, befinde sich allerdings in Selbstisolation. Bezüglich dieser Entwicklung stehe "Oceanwide Expeditions" mit den Schweizer Behörden in Kontakt. Alle Gäste der Reise seien kontaktiert worden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.05.2026, 15:38
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