Passagiere infiziert

Irre Wende! Spanier wollen Virus-Schiff nicht annehmen

Nach mehreren Hantavirus-Toten sorgt das Kreuzfahrtschiff "Hondius" in Spanien für Streit um das Einlaufen auf den Kanaren.
Newsdesk Heute
06.05.2026, 14:44
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Nach mehreren Todesfällen auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" wächst auf den Kanaren der Widerstand gegen das Einlaufen des Schiffs. Obwohl die spanische Zentralregierung bereits grünes Licht gegeben hat, will Kanaren-Regierungschef Fernando Clavijo das Anlegen verhindern.

Auf der "Hondius" waren mehrere Hantavirus-Fälle festgestellt worden, drei Menschen starben bereits. Das spanische Gesundheitsministerium erklärte, die Entscheidung zur Einfahrt sei gemeinsam mit der WHO und der EU getroffen worden und entspreche internationalen sowie humanitären Vorgaben.

Das Schiff mit knapp 150 Menschen an Bord war in Südargentinien gestartet und liegt derzeit vor Kap Verde vor Anker. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) prüft aktuell, welche Personen dringend evakuiert werden müssen. Die übrigen Passagiere sollen weiter zu den Kanaren reisen, wo das Schiff in drei bis vier Tagen erwartet wird.

Mensch-zu-Mensch-Übertragung bestätigt

Labortests in Südafrika bestätigten inzwischen eine Übertragung des Hantavirus von Mensch zu Mensch. Bei einem ausgeflogenen Passagier wurde laut Südafrikas Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi der übertragbare Andes-Stamm nachgewiesen.

Hantaviren werden normalerweise durch Ausscheidungen von Nagetieren übertragen und können schwere Atemwegserkrankungen auslösen. Laut WHO sind Infektionen zwischen Menschen selten, beim in Südamerika verbreiteten Andes-Stamm aber möglich.

Ein erster niederländischer Passagier war laut Kreuzfahrtanbieter Oceanwide Expeditions bereits am 11. April an Bord gestorben. Seine Frau verließ das Schiff später auf St. Helena, wurde nach Johannesburg gebracht und starb dort am 26. April im Krankenhaus.

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