Bayern setzt auf mehr Patriotismus im Klassenzimmer: Das Kultusministerium hat eine neue Regelung beschlossen, nach der bei Abschlussfeiern an staatlichen weiterführenden Schulen künftig mindestens zwei Hymnen gespielt werden müssen.
Eine davon muss die Bayernhymne "Gott mit dir, du Land der Bayern" sein. Für die zweite dürfen die Schulen zwischen der deutschen Nationalhymne und der Europahymne wählen. Auch im regulären Unterricht sollen die drei Hymnen ab kommendem Schuljahr präsenter werden.
Wie NTV berichtet, geht die Initiative auf Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder zurück.
Die CSU hatte auf ihrem Parteitag im Dezember einstimmig für die Forderung der Jungen Union gestimmt, bei gesellschaftlichen Anlässen verpflichtend Hymnen zu spielen.
Kultusministerin Anna Stolz von den Freien Wählern hatte zunächst gebremst. Sie betonte, es sei nicht entscheidend, dass Hymnen zu bestimmten Anlässen immer verpflichtend intoniert würden - wichtiger sei, dass die jungen Leute die Werte verstehen und verinnerlichen.
Auch Lehrverbände reagierten verhalten. Ein Gewerkschaftsvertreter bezeichnete die Hymnenpflicht sogar als "Schnapsidee". Söder hingegen verteidigte seinen Vorstoß: "Ein Volk ohne Patriotismus ist wie ein Volk ohne Seele."