Das verlängerte Wochenende steht vor der Tür – und damit rollt auch die erste große Reisewelle des Frühjahrs an. Trotz durchwachsener Wetterprognosen zieht es tausende Österreicher hinaus: in die Berge, an die Seen oder zum Kurztrip ins Ausland. Wer rund um Christi Himmelfahrt unterwegs ist, sollte allerdings vor allem eines einplanen: viel Geduld.
Viele Urlauber werden ihre Reise nicht erst am Feiertag selbst antreten, sondern bereits am Mittwochnachmittag oder -abend losfahren. Vor allem rund um Wien, Linz, Salzburg und Graz rechnen Verkehrsexperten mit stockendem Verkehr. Hinzu kommen zahlreiche Baustellen, Gegenverkehrsbereiche und Engstellen auf den Autobahnen, die die Situation zusätzlich verschärfen könnten.
Besonders betroffen sind laut ÖAMTC unter anderem die Westautobahn (A1) im Raum Linz, die Südautobahn (A2) bei Villach, die Inntal Autobahn (A12) zwischen Kufstein und Wiesing sowie die Fernpass Straße (B179), die an langen Wochenenden traditionell zu den größten Staustrecken Österreichs zählt.
Vor allem Richtung Süden und Westen drohen teils massive Verzögerungen. Auf der Tauern Autobahn (A10) sorgen mehrere Baustellen und Gegenverkehrsbereiche für Staugefahr. Besonders heikel sind die Bereiche rund um Pass Lueg, Werfen, Flachau sowie der Knoten Spittal-Millstätter See.
Auch die Brenner Autobahn bleibt ein Sorgenkind. Im Bereich der Luegbrücke müssen Autofahrer erneut mit langen Wartezeiten rechnen. Ähnlich angespannt dürfte die Lage auf der Zillertal Straße (B169) sowie entlang der Wolfgangsee Straße (B158) werden, wo viele Kurzurlauber Richtung Salzkammergut unterwegs sein werden.
Zusätzlich zum Feiertagsverkehr kommt es in Wien am Wochenende zu weiteren Einschränkungen. Grund dafür ist das große Finale des Eurovision Song Contest in der Wiener Stadthalle: Rund um die Veranstaltungsorte sowie entlang der Ringstraße wird es bereits ab Christi Himmelfahrt zu Straßensperren und Verkehrsmaßnahmen kommen. Autofahrer müssen speziell im Westen Wiens mit Verzögerungen rechnen.
Auch Salzburg steht am Wochenende ganz im Zeichen einer Großveranstaltung. Am Sonntag bringt der Salzburg-Marathon zahlreiche Straßensperren und Parkverbote mit sich. Vor allem im Innenstadtbereich wird es über Stunden hinweg zu Behinderungen kommen. Verkehrsexperten empfehlen dringend, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Wer trotzdem mit dem Auto direkt in die Stadt fahren möchte, muss viel Geduld einplanen.
Der ÖAMTC erinnert angesichts des erwarteten Reiseverkehrs außerdem eindringlich an die Bildung der Rettungsgasse. "Das gilt auch, wenn man momentan kein Einsatzfahrzeug wahrnimmt. Wer Rettungskräfte behindert, muss mit Strafen von bis zu 2.180 Euro und einer Eintragung ins Vormerksystem rechnen", ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger abschließend.