In der Linzer Straße 221 im 14. Bezirk gibt es seit 8. April eine neue Primärversorgungseinheit (PVE) mit drei Kassenplanstellen für Allgemeinmedizin. Die neue PVE (Mo bis Do, 9 bis 19 Uhr; Fr, 7 bis 17 Uhr), soll für den Westen Wiens eine Entlastung bringen, da der Bedarf an Ärzten durch Pensionierungen in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist.
Laut "praxisplan.at" gibt es derzeit allerdings 30 ÖGK-Allgemeinmediziner in Penzing, hingegen aber nur zwei Kassen-Kinderärzte und drei Kassen-Gynäkologen – bei über 99.000 Einwohnern und rund 13.700 Kindern.
Geführt wird die neue PVE in der Linzer Straße von den Allgemeinmedizinerinnen Friederike Treberer-Treberspurg und Asmaa Mahmoud. Unterstützt werden sie von den angestellten Ärzten Christoph König und Lorenz Steininger sowie einem Team aus diplomiertem Pflegepersonal, Diätologie, Psychotherapie und Sozialarbeit.
Auf rund 540 Quadratmetern gibt es insgesamt neun Ordinationsräume, einen eigenen Wundraum sowie zusätzliche Bereiche für Diabetes- und Ernährungsberatung. Das Angebot reicht von Vorsorge- und Gesundenuntersuchungen inklusive Diagnostik (Blutabnahmen, EKG, Blutdruckmessung) über Impfungen, Infusionstherapien und Wundmanagement bis hin zu Operationsfreigaben und Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen. Auch bei Substitutionstherapien und chronischen Erkrankungen wie Diabetes werden Patienten begleitet.
"Unser Ziel ist es, Medizin umfassend zu denken und Patientinnen und Patienten bestmöglich durch den Alltag zu begleiten. Die Arbeit im Team ermöglicht es uns, mehr Zeit für die individuelle Betreuung zu haben und unterschiedliche Kompetenzen zu bündeln", erklären Treberer-Treberspurg und Mahmoud in einer Aussendung.
Mittlerweile gibt es in Wien 39 PVE, darunter neun für Kinder – damit liegt die Bundeshauptstadt österreichweit ganz vorne. "Mit dem Primärversorgungszentrum Penzing hat ein neuer wichtiger Versorgungspunkt im Westen Wiens geöffnet. Die Stadt Wien wird den Ausbau von regionalen Gesundheitszentren in den kommenden Jahren weiter sehr stark vorantreiben", sagt Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ).