Fast ein Jahr lang wurde ermittelt. Am 10. Juni 2025 eröffnete Arthur A. (†21) das Feuer im BORG Dreierschützengasse in Graz. Zehn Menschen starben an diesem Tag.
Monatelang haben Ermittler das Umfeld des Täters durchleuchtet. Das Ziel: herausfinden, ob es Mitwisser oder Helfer gab. Jetzt ist klar: Laut Ermittlungen handelte der Attentäter alleine.
Die Behörden prüften zahlreiche Unterlagen und Datenträger des Täters. Dabei zeigte sich, dass die Tat "detailliert geplant und vorbereitet" worden war. Hinweise auf andere Beteiligte fanden die Ermittler aber nicht. Das Verfahren gegen unbekannte Täter wurde jetzt eingestellt, so die Staatsanwaltschaft Graz.
Auch gegen den Attentäter selbst wurde kein Ermittlungsverfahren mehr eingeleitet. Er hatte sich unmittelbar nach der Tat selbst das Leben genommen.
Besonders erschreckend: Laut den Ermittlungen beschäftigte sich der Mann über längere Zeit intensiv mit sogenannten "School Shootings". Laut Behörden begann er, Täter solcher Attentate zu glorifizieren und sich mit ihnen zu identifizieren.
Brisant ist auch die Frage nach den Waffen. Der Attentäter besaß eine behördlich ausgestellte Waffenbesitzkarte. Dafür braucht es unter anderem ein psychologisches Gutachten, das den verlässlichen Umgang mit Waffen bestätigt. Die bei der Tat verwendeten Waffen und die Munition besaß er legal.
Gleichzeitig war der Mann zuvor bei der Stellungskommission des Bundesheeres wegen des Ergebnisses einer psychologischen Untersuchung als untauglich eingestuft worden.
Die Ermittler prüften deshalb auch, ob bei der Ausstellung der Waffenbesitzkarte Fehler passiert oder Straftaten begangen worden waren. Das Ergebnis: "Keine Anhaltspunkte" für strafrechtlich relevantes Verhalten durch beteiligte Personen. Auch dieses Verfahren wurde eingestellt.