Ein Start-up namens Andon Labs hat in der Bay Area von San Francisco ein ungewöhnliches Experiment gewagt. Die Firma hat ihrer KI mit dem Namen Luna die komplette Leitung eines Ladens übertragen.
Die künstliche Intelligenz darf dabei völlig eigenständig entscheiden, welche Produkte verkauft werden, wie viel sie kosten und sogar, wen sie als Mitarbeiter einstellt. Luna analysierte die Nachbarschaft und stellte ein Sortiment aus Brettspielen, Kerzen, Kaffee und Kunstdrucken zusammen.
Doch wie "t3n" unter Berufung auf "NBC News" berichtet, gab es beim Start einige kuriose Probleme. Die KI schloss etwa einen Internetvertrag ab, vergaß aber sicherzustellen, dass zum Technikertermin auch ein Mensch anwesend ist.
Für weitere Verwunderung sorgte Luna, als sie einen Maler aus Afghanistan engagieren wollte, um die Wände des Ladens zu streichen. Am Eröffnungstag hatte die KI zwar viele Produkte bestellt, aber nicht bedacht, dass sie die Regale nicht selbst einräumen kann.
Spontan musste Luna Mitarbeiter der Firma kontaktieren, um auszuhelfen. Wenig später veröffentlichte sie selbstständig eine Jobanzeige auf Indeed und führte mehrere Bewerbungsgespräche – alles ohne menschliches Zutun.
Die Gründer Lukas Petersson und Axel Backlund betonen, dass Luna vorab Unterstützung und vor allem Grenzen brauchte. Das Unternehmen musste die technische Infrastruktur schaffen und ein Konto eröffnen, über das die KI Käufe tätigen und Einnahmen verbuchen kann.