Elon Musk steht vor seinem nächsten Mega-Deal. SpaceX plant laut Bericht des deutschen Handelsblatts den Sprung an die New Yorker Technologiebörse Nasdaq bereits für 12. Juni. Der Ausgabepreis soll demnach einen Tag davor festgelegt werden.
Offiziell bestätigt ist der Termin nicht. Der Börsenprospekt könnte aber schon in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Für Investoren wird dieses Dokument entscheidend: Darin stehen erstmals wichtige Finanzzahlen, mit denen sich Musks Börsenstory prüfen lässt.
Es geht um Summen, die selbst an der Wall Street herausstechen. SpaceX will Insidern zufolge bis zu 80 Milliarden Dollar einsammeln, umgerechnet rund 69 Milliarden Euro. Die angestrebte Bewertung soll bei mehr als zwei Billionen Dollar liegen. Gelingt der Plan, würde SpaceX sofort in die Liga der wertvollsten Börsenkonzerne der Welt aufsteigen.
SpaceX ist längst mehr als eine Raketenfirma. Zum Konzern gehören das Satelliteninternet Starlink und, nach der Übernahme von xAI, der KI-Bereich rund um den Chatbot Grok. Für den amerikanischen Staat ist das Unternehmen mit seinen Raketen ein wichtiger Partner im Raumfahrtprogramm.
Der wichtigste Geldbringer dürfte Starlink sein. Der Satellitendienst liefert Internet aus dem All und hängt direkt an den eigenen Raketenstarts. Ohne die günstigen und häufigen Starts von SpaceX wäre der Ausbau des Netzes deutlich schwieriger.
Musk soll nach dem Börsengang weiter die Kontrolle behalten. Geplant ist eine Aktienstruktur mit unterschiedlichen Stimmrechten. Bestimmte Aktien, die nicht öffentlich gehandelt werden, sollen Insidern deutlich mehr Einfluss geben als gewöhnlichen Anlegern.
An der Börse warten Investoren nun auf den Prospekt. Dann wird sichtbar, wie viel Umsatz SpaceX wirklich macht, wie profitabel Starlink ist und wie teuer Musks Pläne mit KI-Rechenzentren im All werden könnten.