"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer macht das beste Schnitzel im ganzen Land?" – so oder so ähnlich könnte der digitale Auftrag gelautet haben, den das Touristikunternehmen TUI an ChatGPT gestellt hat. Die künstliche Intelligenz nahm daraufhin gleich 212 Restaurants in Österreich, Deutschland und der Schweiz genauer unter die Lupe.
Ganz ohne Märchen, dafür mit System: Für das Ranking wurden Fotos der Schnitzel ausgewertet, die von ChatGPT analysiert wurden. Im Fokus standen dabei Kriterien wie die Bräunung der Panade, die Beschaffenheit der Hülle, die Portionsgröße sowie die optische Gesamtpräsentation des Klassikers auf dem Teller.
Das Ergebnis dürfte zumindest hierzulande für zufriedenes Nicken sorgen – denn das beste Schnitzel kommt, wenig überraschend, aus Österreich. Und mehr noch: Gleich sechs der Top-10-Plätze gehen an heimische Lokale.
An der Spitze thront das legendäre "Figlmüller" in der Wiener Innenstadt. Der Traditionsbetrieb in vierter Generation erreicht im Ranking einen Spitzenwert von 9,60 von 10 Punkten – und damit den höchsten Beliebtheits-Score aller getesteten Restaurants.
Auf Platz zwei landet das "Glöckl-Bräu" in Graz, das mit einer ausgefallenen Variante – Schnitzel im Kürbiskernmantel – und starkem Preis-Leistungs-Verhältnis punktet. Bronze geht nach Salzburg an "Zwettler’s Wirtshaus", dessen Kalbsschnitzel mit einem KI-Qualitäts-Score von 9,0 bewertet wurde.
Ebenfalls in den Top 5: Das "Meissl & Schadn" am Wiener Schubertring, welches auch mit seiner Schauküche punktete, in der das Schnitzelfleisch vor den Augen der Gäste geklopft wird.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt außerdem deutliche Unterschiede im DACH-Raum: Während ein Schnitzel in Österreich im Schnitt rund 26,39 Euro kostet, liegt Deutschland knapp darunter. In der Schweiz wird’s hingegen richtig teuer – dort werden im Durchschnitt über 50 Euro pro Portion fällig.
Auch beim Thema Vegetarier tut sich etwas: 36 der 212 Lokale bieten inzwischen eine fleischlose Variante an, allerdings noch überwiegend in Deutschland. In Österreich sind es gar nur drei – das "Figlmüller" sowie "Meissl & Schadn" in Wien und Salzburg.
Besonders kurios: Nur fünf Lokale bieten eine glutenfreie Panade an.
Unterm Strich liefert das Ranking ein durchaus kurioses Bild: Zwischen Panade, Preis und Pixel-Analyse kürt plötzlich eine KI das vermeintlich beste Schnitzel – und Österreich bleibt, ganz traditionell, Schnitzel-Hochburg Nummer eins.