Umfrage enthüllt

Fast jeder Zweite Österreicher finanziell unter Druck

Immer mehr Menschen in Österreich geraten finanziell unter Druck. Vor allem Geringverdiener berichten von deutlich schlechteren Lebensumständen.
Newsdesk Heute
15.05.2026, 21:43
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Für viele Menschen in Österreich wird das Leben finanziell zunehmend schwieriger. Besonders Haushalte mit niedrigem Einkommen spüren laut einer aktuellen IMAS-Umfrage eine deutliche Verschlechterung ihrer Lage.

Zwar beurteilen derzeit noch 58 Prozent der Österreicher ihre finanzielle Situation als "sehr gut" oder zumindest "eher gut". Im Vergleich zum vergangenen November ist dieser Wert allerdings deutlich gesunken. Damals hatten noch 67 Prozent angegeben, finanziell zumindest "eher gut" dazustehen.

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Lage bei Geringverdienern weiter verschlechtert

Gleichzeitig berichten 43 Prozent der Befragten, dass sich ihre finanzielle Situation in den vergangenen zwölf Monaten verschlechtert habe. Nur sieben Prozent sprechen von einer Verbesserung.

Besonders stark betroffen sind Menschen mit niedrigem Einkommen. Laut Umfrage hat sich die finanzielle Lage bei 62 Prozent der Geringverdienenden weiter verschlechtert. Nur vier Prozent dieser Gruppe gaben an, dass sich ihre Situation verbessert habe.

Auch Einpersonenhaushalte geraten zunehmend unter Druck. Jeder zweite Alleinlebende berichtete von finanziellen Einbußen. Ähnlich angespannt ist die Lage in der niedrigsten sozioökonomischen Gruppe.

Insgesamt beschreiben 31 Prozent ihre derzeitige finanzielle Situation als "eher nicht gut". Bei acht Prozent sieht es laut eigener Einschätzung "überhaupt nicht gut" aus. Beide Werte sind seit November gestiegen.

Wenig überraschend beurteilen Besserverdiener ihre Lage deutlich positiver. Haushalte mit einem Einkommen ab 4.000 Euro sowie Menschen aus höheren sozialen Schichten kommen laut Umfrage derzeit am besten zurecht.

Weitere Belastungen befürchtet

Trotzdem rechnen viele Österreicher mit weiteren Belastungen. Rund die Hälfte der Befragten erwartet in den kommenden drei Monaten steigende Ausgaben. Nur zehn Prozent gehen davon aus, künftig weniger Geld ausgeben zu müssen.

Besonders pessimistisch zeigen sich erneut Geringverdiener. 57 Prozent von ihnen rechnen mit höheren Kosten. Noch höher liegt der Wert bei Haushalten mit einem Einkommen zwischen 3.000 und 4.000 Euro – dort erwarten sogar 58 Prozent zusätzliche finanzielle Belastungen.

Von jenen Menschen, deren finanzielle Situation sich im vergangenen Jahr bereits verschlechtert hat, rechnen sogar 71 Prozent mit weiter steigenden Ausgaben.

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