Wohnen in Wien zu teuer

Teuerung: "Akuter Mangel an leistbaren Wohnungen"

Die Zahl leistbarer Wohnungen sinkt in Wien laut Grünen weiter – neue Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang bei der Fertigstellung von Bauprojekten.
Thomas Peterthalner
23.04.2026, 11:55
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Teuerung und Inflation treiben die Mieten in Wien in ungeahnte Höhen, für viele Menschen werden die Wohnkosten immer mehr zur existenziellen Belastung. Vor allem in den Innenstadtbezirken ist das Wohnungsangebot äußerst knapp. In Wien wird zu wenig leistbarer Wohnraum gebaut, warnen nun die Grünen mit Verweis auf aktuelle Zahlen des Verbands gemeinnütziger Bauvereinigungen. Die Fertigstellungen gehen zurück, gleichzeitig bleibt aber die Nachfrage hoch.

"Wiener spüren hohe Mieten jeden Tag"

"Was die Wiener bei der Wohnungssuche jeden Tag und bei den hohen Mieten jeden Monat spüren, belegt die sinkende Zahl an neuen, leistbaren Wohnungen in Wien. Es herrscht ein akuter Mangel an leistbaren Wohnungen. Wien galt jahrzehntelang als Hochburg des leistbaren Wohnens. Die SPÖ ist dabei, dieses Erbe des Roten Wien zu verspielen".

Entwicklung nach unten

Ein Blick auf die Baubewilligungen zeigt laut Grünen eine klare Entwicklung nach unten: Zwischen 2018 und 2020 wurden im Schnitt 3.871 gemeinnützige Wohnungen pro Jahr bewilligt. Von 2021 bis 2025 waren es nur mehr 2.192 jährlich. 2024 wurden 1.784 Wohnungen genehmigt, 2025 waren es bis zum dritten Quartal nur 1.433. Die 3.580 Fertigstellungen aus dem Jahr 2025 seien daher künftig nicht mehr erreichbar.

Grüne Aktion: Pühringer und Prack machen gegen Airbnb-Wohnungen mobil.
Sabine Hertel

Drohender Rückgang bei Gemeindebauten

Grünen-Wohnbausprecher Georg Prack sieht die Stadtregierung in der Verantwortung: "Die rot-pinke Wiener Landesregierung trägt die Verantwortung für einen dramatischen Rückgang des leistbaren Wohnbaus. Die Fertigstellungszahlen der vergangenen Regierungsperiode sind schlimm genug. Die dramatisch sinkenden Baubewilligungen für leistbare Wohnungen zeigen, dass in den kommenden Jahren ein weiterer Rückgang des sozialen Wohnbaus droht. Wien muss endlich entschieden gegen die Krise des leistbaren Wohnungsbaus vorgehen".

"Budgetsanierung mit Wohnbauförderung"

Auch bei der Wohnbauförderung sieht Prack Probleme: "Jeden Monat zahlen die Wiener mit ihrem Gehalt einen Beitrag für leistbares Wohnen und die Regierung setzt allein 2026 die Hälfte der Wohnbaufördergelder nicht für den leistbaren Wohnungsbau ein, sondern zum Stopfen von Budgetlöchern. Der Rückgang des leistbaren Wohnbaus ist politisch verschuldet, die gemeinnützigen Bauvereinigungen werden nicht ausreichend unterstützt und die Wiener Bevölkerung muss leiden."

"Mangel an Wohnungen ist hausgemacht"

Die Grünen fordern nun konkrete Maßnahmen: "Einnahmen aus Wohnbauförderbeiträgen und Darlehensrückflüssen müssen zweckgebunden für den Wohnbau eingesetzt werden." Zum Abschluss wird Pühringer deutlich: "Der Mangel an leistbaren Wohnungen ist hausgemacht: Es wird zu wenig leistbaren Wohnraum gebaut, gleichzeitig lässt die Stadtregierung Wohnraub durch Airbnb & Co. zu und weigert sich, eine Leerstandsabgabe einführen – die Rechnung in Form von extrem hohen Mieten müssen die Wiener zahlen."

{title && {title} } pet, {title && {title} } 23.04.2026, 11:55
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