Vizebürgermeisterin Barbara Novak (SPÖ) ist gemeinsam mit den Wiener Landtagsabgeordneten Markus Ornig (NEOS) und Denis Šakić (SPÖ) nach Sarajevo gereist, um die wirtschaftliche und innovative Zusammenarbeit zwischen Wien und der bosnischen Hauptstadt zu vertiefen. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Life Sciences, HealthTech und der Ausbau gemeinsamer Start-up-Ökosysteme.
Empfangen wurde die Delegation von hochrangigen Vertretern des Kantons Sarajevo, darunter Wirtschaftsminister Zlatko Mijatović, Finanzminister Afan Kalamujić sowie Digitalisierungsministerin Darja Softić Kadenić. Gespräche drehten sich um Unternehmensförderung, Investitionen in Zukunftstechnologien und den Aufbau starker Innovationsnetzwerke.
Novak betonte die strategische Bedeutung der Kooperation: "Im Fokus stehen die Weiterentwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sowie die Vernetzung in den Bereichen Innovation, Gesundheitswesen, Medizintechnologie und IT. Städte und Regionen können hier gemeinsam vorankommen und voneinander profitieren."
Auch digitale Souveränität, Energiefragen und moderne Verwaltungsstrukturen waren Thema der Gespräche. Ziel sei es, voneinander zu lernen und konkrete Projekte gemeinsam umzusetzen.
Im Rathaus von Sarajevo wurde die Wiener Delegation von Bürgermeister Samir Avdić empfangen. Der Besuch fällt in ein besonderes Jubiläumsjahr – das Rathaus der Stadt besteht seit 130 Jahren und ist historisch eng mit Wien verbunden.
"Wien wird als eine der Städte mit der höchsten Lebensqualität wahrgenommen und ist ein Partner, von dem wir viel lernen können", betonte Bürgermeister Avdić. Die Zusammenarbeit soll künftig besonders in den Bereichen Bürgerbeteiligung, IT-Sicherheit, Umwelt und EU-Projekte ausgebaut werden.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch bei der Feuerwehr. Seit mehr als 20 Jahren arbeiten Wien und Sarajevo im Bereich Schutz und Rettung eng zusammen – inklusive Ausbildung, Know-how-Transfer und Fahrzeugspenden. Zuletzt unterstützte Wien Sarajevo erneut mit Spezialfahrzeugen, die im Einsatz wichtige Dienste leisten.
Beim Wirtschaftsdialog mit Vertretern aus Investitionsagenturen und der Wiener Wirtschaftsagentur standen vor allem Life Sciences, MedTech und Start-ups im Fokus.
"In Wien verfolgen wir eine gemeinsame Strategie in den Bereichen Life Sciences und Pharma, um unsere Innovationskraft zu stärken, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen und unser Start-up-Ökosystem weiter auszubauen. Gleichzeitig wollen wir Chancen für Start-ups aus Sarajevo gezielt weiterentwickeln", erklärte Novak. Besonders im Bereich Gesundheitstechnologien sehen beide Städte großes Potenzial für gemeinsame Projekte und Investitionen.