Nach Salz, Kälte und Schlaglöchern wollen viele Autofahrer ihr Fahrzeug fit für den Frühling machen. Genau jetzt werben viele Werkstätten mit günstigen Frühjahrschecks. Für eine kleine Gebühr wird das Auto dabei rundum untersucht. Das macht zwar Sinn, schreibt jetzt der deutsche Automobil-Club ADAC in einer Aussendung, warnt aber gleichzeitig vor Tricksereien.
Denn, so die Experten: Immer wieder würden bei solchen Checks angebliche Defekte entdeckt, die Reparaturen im teils vierstelligen Bereich nach sich ziehen würden. Oft werde Autofahrern dann nahegelegt, den Schaden sofort in der Werkstatt beheben zu lassen. Dabei werde mit Dringlichkeit oder einem angeblichen Sicherheitsproblem argumentiert.
Der wichtigste Rat der Fachleute: nicht unter Druck setzen lassen. Der Auftrag für einen Frühjahrscheck bedeutet nur, dass das Auto untersucht wird. Er bedeutet nicht automatisch, dass man auch eine Reparatur beauftragt hat. Insbesondere bei aufwändigeren Instandsetzungen empfiehlt der ADAC, sich zunächst den Schaden zeigen und einen Kostenvoranschlag erstellen zu lassen. Anschließend könne man sich bei einer zweiten Werkstatt oder einer neutralen Prüfstelle eine weitere Bewertung oder Angebot einholen.
Eine andere Werkstatt oder eine neutrale Prüfstelle könne beurteilen, ob der Schaden wirklich besteht und ob die verlangte Summe angemessen ist. Laut ADAC können die Reparaturkosten je nach Anbieter stark auseinandergehen. Ein Vergleich lohnt sich also in der Regel.
Autofahrer sollten dann stutzig werden, wenn sie zu einer sofortigen Entscheidung gedrängt werden. Selbst für den Fall, dass der Schaden so schwer sei, dass man damit nicht mehr weiterfahren könne, gebe es die Möglichkeit, sich telefonischen Rat bei einer anderen Werkstatt oder auch der ADAC-Technik-Hotline einzuholen. Bei Skepsis sollte kein Reparaturauftrag erteilt werden, auch eine mündliche Zusage könne jedoch bereits als Auftrag gewertet werden.
Wer von Anfang an auf Nummer sicher gehen will, kann den Frühjahrscheck bei einer Stelle machen lassen, die selbst keine Reparaturen anbietet, so der ADAC. Das senkt das Risiko, dass aus der Kontrolle gleich ein teurer Folgeauftrag wird.