Bringt die Spritpreisbremse wirklich etwas? Der Vergleich der Spritpreise zwischen dem 30. März und dem 13. April 2026 – die Daten der letzten Woche gibt es erst am Donnerstag – zeigt jedenfalls eine deutliche Entwicklung in Österreich, die sich signifikant vom restlichen EU-Durchschnitt abhebt. Während die Preise in vielen Mitgliedstaaten stabil blieben oder sogar stiegen, verzeichnete Österreich einen massiven Rückgang.
Zu Beginn lagen die Bruttopreise für beide Treibstoffarten noch leicht über dem EU-Durchschnitt (EU27), innerhalb der letzten zwei Wochen sanken sie aber drastisch – völlig konträr zum Großteil der Union.
Benzin (Super 95): In Österreich sank der Preis von 1,879 auf 1,718 pro Liter (-16,1 Cent/Liter). Damit ist der Literpreis hierzulande inzwischen deutlich billiger als der EU27-Schnitt von 1,854 Euro pro Liter (-1,8 Cent).
Diesel: Hier ist der Kontrast noch deutlicher. Während der Preis in Österreich von 2,204 auf 2,075 fiel (-12,9 Cent/Liter), stieg der EU-Durchschnitt im selben Zeitraum von 2,076 auf 2,100 (+2,4 Cent/Liter) sogar an. Allerdings war die vorangehende Preisexplosion bei Diesel deutlich größer:
Die Daten legen nahe, dass die Spritpreisbremse in Österreich dabei geholfen hat. Während in der gesamten EU die Preise für Diesel stiegen und für Super nur geringfügig nachgaben, konnte Österreich eine Entkopplung vom allgemeinen Markttrend erreichen.
Besonders bemerkenswert ist, dass nicht nur die Brutto-Preise (durch Steuersenkungen), sondern auch die gemeldeten Netto-Preise in Österreich sanken, während sie im EU-Durchschnitt stiegen. Hier spielt wohl die Margen-Reduktion als Teil der Spritpreisbremse mit hinein.