Es sind wenig erfreuliche Nachrichten, die am Dienstag von der Statistik Austria gekommen sind. Demnach hat sich der Schuldenstand Österreichs weiter erhöht.
Mit 431,4 Milliarden Euro wurde erstmals die Marke von 430 Milliarden geknackt. Das öfentliche Defizit lag im ersten Quartal bei 7,3 Milliarden Euro – das sind 5,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das heißt: Jeder der rund 9,22 Millionen Österreicher ist statistisch gesehen mit rund 46.800 Euro verschuldet.
"Die Zunahme lässt sich hauptsächlich auf den Schuldenanstieg im Bundessektor zurückführen. Hier wurden zum einen neue Schulden aufgenommen, um das laufende Defizit zu finanzieren, aber auch, um die Einlagen stark zu erhöhen. Mit dieser Reserve stellt der Bund vorsorglich Liquidität sicher", sagt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria.
"Die Schuldenquote, also das Verhältnis der Schulden zur Wirtschaftsleistung hat sich von 81,5 Prozent im vierten Quartal 2025 auf aktuell 83,5 Prozent erhöht", so Lenk weiter.
Der größte Anstieg des öffentlichen Schuldenstandes entfiel auf den Bundessektor, wo Verbindlichkeiten in Höhe von 14,1 Milliarden Euro hinzukamen. Im Landessektor stiegen die Schulden um 0,7 Milliarden Euro, unter anderem um die laufenden Defizite bei den Kerneinheiten zu finanzieren.
Die Gemeinden erhöhten ihre Verbindlichkeiten um 0,2 MilliardenEuro zur teilweisen Finanzierung des Defizits, baute jedoch gleichzeitig seine Einlagen deutlich ab, um die entstandene Finanzierungslücke zu schließen.
Im Gegensatz dazu konnten bei den Sozialversicherungen die Verbindlichkeiten reduziert werden. Hier kommt es jedoch durch kurzfristige Finanzierungen regelmäßig zu starken unterjährigen Schwankungen, weshalb diese Reduktion an Verbindlichkeiten nur als Momentaufnahme betrachtet werden sollte, warnt die Statistik Austria.