Wer 2026 verreist, sollte genau hinschauen, wohin die Reise geht. Denn der Unterschied ist in diesem Jahr enorm – in manchen Ländern bekommt man für sein Geld fast das Doppelte, in anderen schmilzt die Reisekasse dahin wie ein Eis in der Sonne.
Laut aktuellen Berechnungen der Statistik Austria ist der heimische Urlaubseuro heuer in Osteuropa am meisten wert. Am besten schneidet dabei Bulgarien ab: Wer dort mit 100 Euro bezahlt, bekommt Leistungen im Wert von 186 Euro. Nicht weit dahinter folgen die Türkei mit einem Gegenwert von 156 Euro und Rumänien mit 155 Euro.
Auch in der Slowakei (123 Euro), in Slowenien (121 Euro) und in Kroatien (119 Euro) holt man um rund ein Fünftel mehr Leistung heraus als zu Hause. Grund: Laut Generaldirektorin Manuela Lenk von Statistik Austria sind in Bulgarien, Rumänien und der Türkei touristische Produkte und Dienstleistungen wie Nächtigungen und Restaurants etwa ein Drittel günstiger als in Österreich.
Ungarn bleibt zwar mit 141 Euro weiterhin eines der attraktivsten Urlaubsländer für Sparfüchse, allerdings ist der Urlaubseuro dort im Vergleich zum Vorjahr um 16 Euro weniger wert – Grund dafür ist die Aufwertung des Forint gegenüber dem Euro.
Wer dem klassischen Sommerurlaub am Meer nicht abschwören will, kann ebenfalls Geld sparen. Spitzenreiter im Mittelmeerraum ist erneut die Türkei, gefolgt von Portugal (140 Euro), Spanien (132 Euro), Griechenland (126 Euro) und Zypern (125 Euro). In Italien bekommt man für 100 Euro immerhin noch Leistungen im Wert von 113 Euro.
Wer es sich dagegen gönnen will, in den Norden zu reisen, muss tief in die Tasche greifen. Am teuersten ist laut Statistik Austria Island: Hier bleiben von 100 Euro umgerechnet nur 64 Euro an Kaufkraft übrig. Auch die Schweiz liegt mit einem Gegenwert von 70 Euro weit hinten.
Ebenfalls zu den richtig teuren Reisezielen in Europa zählen Norwegen und Dänemark. Hier erhält man um 100 österreichische Euro nur Gegenleistungen in der Größenordnung von 73 Euro bzw. 80 Euro. In Schweden sind es immerhin 90 Euro, in Irland 91 Euro und in den Niederlanden sowie in Belgien 95 Euro.
Einen leichten Preisvorteil hat man als Österreicher hingegen noch in Deutschland (103 Euro), in Frankreich (105 Euro) und in Großbritannien (107 Euro).
Auch außerhalb Europas zeigt sich ein gemischtes Bild. Besonders auffällig: Japan ist für Austro-Urlauber deutlich günstiger geworden. Grund dafür sind der schwache Yen und die geringe Inflation in Japan – für 100 Euro gibt es dort mittlerweile Leistungen im Wert von 144 Euro, ein Plus von rund 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Schlechter sieht es hingegen für Fans von Australien und Mexiko aus. Beide Reiseziele sind laut Statistik Austria teurer geworden: Der Gegenwert des Urlaubseuros liegt dort 2026 bei 87 Euro (2025: 95 Euro) bzw. 141 Euro (2025: 153 Euro).