Wer im Sommer 2026 mit dem Mietwagen in den Urlaub starten will, sollte genau vergleichen. Denn die Preise gehen je nach Reiseziel extrem weit auseinander. Das zeigt eine Auswertung der Mietwagen-Plattform billiger-mietwagen.de. Dafür wurden rund 43,2 Millionen Angebote für die Sommermonate Juli und August 2026 mit den Preisen aus dem Vorjahr verglichen.
Besonders bitter wird es für Urlauber auf Ibiza. Auf der beliebten spanischen Insel kostet ein Mietwagen derzeit im Schnitt 61,70 Euro pro Tag. Das ist ein Plus von satten 84,5 Prozent gegenüber dem vergangenen Sommer. Noch teurer ist es nur auf Island: Dort werden im Schnitt 94,12 Euro pro Tag fällig.
"Die Mietwagenpreise entwickeln sich in diesem Sommer sehr unterschiedlich", sagt Frieder Bechtel, Pressesprecher von billiger-mietwagen.de. Während man in manchen Ländern deutlich günstiger buchen könne als im Vorjahr, würden die Preise an beliebten Urlaubsorten wie Ibiza oder in Teilen Nordamerikas spürbar anziehen.
Auf Länderebene verzeichnet Kanada den stärksten Preissprung. Dort kosten Mietwagen im Sommer 2026 um 38,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Dahinter folgen die USA mit plus 29,7 Prozent und Spanien mit plus 25,2 Prozent. Island liegt mit einem Plus von 20,2 Prozent ebenfalls weit vorne. Deutschland kommt mit einem Anstieg von 5,5 Prozent auf Rang fünf.
In Deutschland kostet ein Mietwagen im Schnitt 37,11 Euro pro Tag. Damit liegt das Nachbarland sowohl beim Preis als auch bei der Entwicklung im Mittelfeld.
Für Österreich gibt es dagegen gute Nachrichten. Hier sanken die Mietwagenpreise laut Auswertung um 31 Prozent. Im Schnitt werden 28,00 Euro pro Tag fällig. Damit liegt Österreich deutlich unter dem internationalen Durchschnitt vieler beliebter Reiseziele.
Überhaupt sind Mietwagen in mehr als der Hälfte der untersuchten Länder günstiger geworden. Neuseeland verzeichnet mit einem Minus von 46,0 Prozent den stärksten Rückgang. Auch Frankreich (-15,7 Prozent), Australien (-13,5 Prozent), Großbritannien (-11,6 Prozent), die Schweiz (-11,2 Prozent), Südafrika (-11,1 Prozent), Irland (-4,7 Prozent) und Griechenland (-2,8 Prozent) liegen unter dem Vorjahresniveau.
Der Preisvergleich zeigt aber auch: Zwischen den Urlaubsländern klaffen riesige Unterschiede. Island ist mit 94,12 Euro pro Tag am teuersten, dahinter folgen Kanada mit 75,93 Euro, die Schweiz mit 55,60 Euro und Irland mit 51,15 Euro. Italien liegt bei 46,26 Euro, Frankreich bei 45,01 Euro, Griechenland bei 39,70 Euro und die USA bei 39,53 Euro.
Deutlich billiger fährt man in Südafrika. Dort kostet ein Mietwagen im Schnitt nur 18,46 Euro pro Tag. Auch Australien mit 21,28 Euro, Neuseeland mit 24,55 Euro, Österreich mit 28,00 Euro, Spanien mit 30,23 Euro, Polen mit 31,68 Euro und Großbritannien mit 33,02 Euro bleiben unter der Marke von 35 Euro.
Bechtel rät dazu, nicht erst knapp vor der Reise zu suchen. "Wer flexibel beim Reiseziel ist und frühzeitig vergleicht, kann daher weiterhin deutlich sparen", sagt er. Gerade bei stark nachgefragten Reisezielen lohne es sich, Preise möglichst früh zu prüfen und nicht erst kurz vor Abflug zu buchen.