Hohe Standortkosten

Wien zu teuer! AUA warnt vor Kahlschlag bei Flügen

Die AUA warnt vor einem Kahlschlag bei Flugverbindungen in Österreich. Wegen hoher Standortkosten könnten sogar Strecken gestrichen werden.
Newsdesk Heute
28.05.2026, 11:02
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Die Austrian Airlines schlägt Alarm: Wegen hoher Kosten könnte die Fluglinie künftig Verbindungen streichen und statt Wachstum auf Schrumpfung setzen. Besonders kurze Strecken und Bundesländer-Verbindungen wären davon betroffen.

AUA-Chefin Annette Mann kritisierte im Interview mit "airliners.de" den Standort Wien deutlich. Die österreichische Hauptstadt sei der zweitteuerste Luftfahrtstandort Europas, gleichzeitig gebe es nur ein kleines Einzugsgebiet, wenig Industrie und vergleichsweise wenige Geschäftsreisende. Dazu kämen hohe Lohnkosten und eine hohe Steuerbelastung.

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Hohe Standortkosten

Laut Mann seien die Standortkosten in Wien doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt. "Wenn wir das nicht in den Griff bekommen, werden wir vielleicht wirklich irgendwann in Schönheit sterben", sagte die AUA-Chefin.

Ohne Entlastungen müsse die Airline "anders agieren müssen, also eher über Schrumpfung als über Wachstum und über die Einstellung von Strecken reden".

Verbindungen innerhalb Österreichs gefährdet

Besonders gefährdet seien laut Mann kurze Verbindungen innerhalb Österreichs. Die Lufthansa-Tochter könne zudem relativ schnell Flugzeuge aus Wien abziehen, da derzeit nur sogenannte "Standardflugzeuge" eingesetzt würden, die problemlos an andere Standorte verlegt werden könnten.

Gleichzeitig stellte Mann der Politik neue Investitionen in Aussicht, falls sich die Rahmenbedingungen verbessern. Die AUA habe "ein gutes Angebot gemacht, wo Wachstumschancen liegen können, konkret mit einem 13. und 14. Langstreckenflugzeug mit 700 hochwertigen Arbeitsplätzen dahinter". Ihr Eindruck sei, "dass das im Moment alle wollen".

Billig-Tickets ohne Koffer

Erst vor kurzem kündigte die AUA an, künftig auch besonders günstige Tickets ohne Koffer-Mitnahme anzubieten. Laut Mann gehe es dabei vor allem um die Sichtbarkeit auf Preisvergleichsportalen.

"Wenn wir dort nicht mit einem Einstiegstarif auf den ersten drei bis fünf Plätzen präsent sind, sind wir raus", erklärte sie. Rund 75 Prozent der Tickets würden außerhalb Österreichs verkauft – häufig über Vergleichsplattformen.

Die meisten Passagiere würden später trotzdem Zusatzleistungen wie Gepäck oder Sitzplatzreservierungen buchen. "Ich habe nicht die Illusion, dass sehr viele Menschen komplett ohne Gepäck fliegen. Aber wir brauchen auf den Onlineportalen Einstiegspreise, die Äpfel mit Äpfeln vergleichen", sagte Mann.

Auch Ryanair hatte zuletzt mit Verweis auf hohe Kosten Flugzeuge aus Wien abgezogen und bei Entlastungen zusätzliche Maschinen in Aussicht gestellt.

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