Die bekannte Feinkostkette Oil & Vinegar hat Insolvenz angemeldet. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten bleiben die Filialen vorerst geöffnet.
Der Geschäftsbetrieb läuft laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter Jens Lieser uneingeschränkt weiter, allerdings ist der Online-Shop momentan nicht erreichbar.
Betroffen ist die Francisco Deutschland GmbH mit Sitz in Cochem an der Mosel, die in Deutschland 19 eigene Fachgeschäfte betreibt und mit drei Franchise-Nehmern zusammenarbeitet. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 80 Personen.
Auch die Filiale im Wiener Donauzentrum scheint von der Insolvenz betroffen. Der Onlineshop ist bereits offline. "Heute" hat nachgefragt, eine Bestätigung steht aber noch aus.
Wie t-online.de berichtet, hat das Amtsgericht Cochem am 21. Mai das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet. Die Mitarbeiter wurden bereits über die Lage und die nächsten Schritte informiert.
In den nächsten Wochen sind Gespräche mit Vermietern, Lieferanten und Banken geplant, um den laufenden Betrieb zu stabilisieren. Laut Lieser gibt es bereits erste Interessenten, die die Filialen weiterführen möchten.
Ein wesentlicher Grund für die Insolvenz ist der Zusammenbruch der niederländischen Muttergesellschaft Assisi BV, die bereits im April Insolvenz anmelden musste. Dadurch geriet auch die deutsche Tochtergesellschaft in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Zusätzlich belastet die angespannte Lage im Einzelhandel mit hohen Lebenshaltungs- und Energiekosten sowie Inflation das Geschäft.
Oil & Vinegar wurde 1999 in den Niederlanden gegründet und verkauft unter anderem Öle, Essige, Dips, Dressings und weitere Feinkost. Die Marke ist neben Deutschland auch in Österreich, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, den USA und Brasilien vertreten.