Gemäß dem Motto "Nach der Demo ist vor der Demo" werden sich am Donnerstag wieder viele Autofahrer in der City ärgern. Am Mittwoch sorgte der Mega-Protest gegen die geplanten Uni-Kürzungen mit bis zu 15.000 Teilnehmern für Stau und Ärger rund um die Ringstraße – "Heute" berichtete.
Am Donnerstag geht es nun munter weiter – wenngleich auch nicht in der Größenordnung und auch nicht direkt am Ring. Organisiert vom Bündnis Zukunft Landwirtschaft versammeln sich Bäuerinnen und Bauern ab 14 Uhr am Ballhausplatz. Das Bündnis entstand im Burgenland und organisierte im Jänner bereits einen ersten Protest in Parndorf, an dem 95 Traktoren teilnahmen.
Der Wiener Konvoi setzt sich dann ab 15 Uhr mit bis zu 400 Teilnehmern und 20 Traktoren in Bewegung: Unter dem Titel "Freihandel und Inflation am Rücken der Bauern und auf Kosten der Gesellschaft – Stirbt der Bauer, stirbt das Land" führt die Route über die Schauflergasse und Augustinerstraße in die Walfischgasse und die Schwarzenbergstraße.
Abschließend geht es über die Seilerstätte bis zum Finanzministerium in die Johannesgasse. Dort findet die Abschlusskundgebung statt, das Ende ist für 16 Uhr angekündigt. Bereits am 1. April fand eine Demonstration des Bündnis Zukunft Landwirtschaft statt.
Damals wurden an die Bundesregierung drei Forderungen gestellt: eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln, Bürokratieabbau (Überregulierung von EU-Ebene bis zu den Betrieben) und faire Rahmenbedingungen für die Zukunft (Inflationsabgeltung, Anerkennung ökosozialer Leistungen).