Drohte Besitzerin

"Ich bring dich um": Mann griff Hund vor Postfiliale an

Gleich wegen mehrerer Vorwürfe landete ein junger Wiener am 26. Mai vor dem Wiener Landesgericht. Unter anderem soll er einen Hund bedroht haben.
Jana Stanek
27.05.2026, 15:55
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Schockierende Szenen vor einer Wiener Postfiliale: Aus dem Nichts griff ein junger Wiener eine angeleinte Zwergspitzdame an. Als die Besitzerin ihrem Haustier zu Hilfe eilen wollte, bedrohte er auch sie massiv. Für diese und noch einige weitere Taten musste er sich am 26. Mai vor dem Wiener Landesgericht verantworten.

Feuerzeug auf Hund geworfen

"Ich habe immer noch Gänsehaut, wenn ich ihn sehe", erklärte die Hundebesitzerin vor Gericht mit Blick auf den jungen Angeklagten. Über den Vorfall sprechen wollte sie nur, wenn der Beschuldigte zuvor den Saal verlassen würde – erst dann begann sie zu erzählen.

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Mit ihrer Zwergspitzdame wollte die Wienerin am 24. März eigentlich nur schnell ein Paket von der Post abholen. Ihren Hund leinte sie vor einer Glastüre an. "Sie hat gebellt, weil ich im Geschäft war", weiß sie noch.

Kaum hatte sie sich im Inneren der Filiale angestellt, soll ein Mann plötzlich auf sie zugestürmt sein, ihr den Abholschein aus der Hand gerissen und in Richtung des Hundes geworfen haben. Mehrmals habe er angedeutet, das kleine Tier zu treten.

"Dann warf er auch noch ein Feuerzeug auf sie", schilderte die Hundebesitzerin sichtlich schockiert. Sofort sei sie nach draußen gelaufen und habe den Fremden aufgefordert, ihren Hund in Ruhe zu lassen. "Ich habe gesagt, ich rufe die Polizei, dann hat er einen Schraubenzieher gezückt", erinnerte sie sich erschrocken. "Ich bringe dich um", soll der Mann dabei geschrien haben.

"Er explodiert einfach"

"Mein Mandant hat seit Kindheitstagen Angst vor Hunden", erklärte sein Anwalt. Durch das Bellen der Zwergspitzdame habe er sich womöglich bedroht gefühlt und reflexartig reagiert. Laut Sachverständigem leide der junge Mann zudem unter mehreren psychischen Erkrankungen. "Er explodiert dann einfach, hat sich nicht mehr in der Gewalt", so der Verteidiger.

Besonders wenn sich der junge Mann bedroht oder ungerecht behandelt fühle, könne er sich nicht mehr kontrollieren. Der Angeklagte befinde sich derzeit in forensisch-psychiatrischer Therapie und werde medikamentös behandelt.

Gleich mehrere Vorwürfe

Neben dem Vorwurf der Tierquälerei musste sich der junge Wiener auch wegen zahlreicher weiterer Delikte verantworten. Verurteilt wurde er schlussendlich wegen Raubes, Schuldspruch wegen Tierquälerei gab es keinen.

Der Angeklagte wurde zu einer Zusatzfreiheitsstrafe von 23 Monaten verurteilt, weiters wurde eine Strafe aus 2022, die damals bedingt nachgesehen war in der Höhe von 19 Monaten, widerrufen.

Die Staatsanwaltschaft und der Angeklagte haben das Urteil angenommen, es ist also rechtskräftig.

{title && {title} } JS, {title && {title} } Akt. 27.05.2026, 15:59, 27.05.2026, 15:55
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