2,5 Milliarden Euro: Die Bundesregierung ließ einen massiven Einschnitt bei den Uni-Budgets anklingen – und ruderte nach dem massiven öffentlichen Protest wieder einen halben Schritt zurück. Bildungsministerin Eva-Maria Holzleitner vertagte die Entscheidung auf Herbst, doch auf den Straßen tun die Studierenden dieser Tage ihren Unmut kund.
Neben Kundgebungen in den Bundesländern gibt es am Mittwoch in den Mittagsstunden eine große Demonstration am Wiener Ring. Erst zogen mehrere Delegationen anderer Unis vor die Hauptuni, dort vereinigten sich die Märsche gegen 13 Uhr zu einer Mega-Demo, die im Anschluss Richtung Bildungsministerium und Ballhausplatz marschiert.
Studentin Anna bringt es vor dem "Heute"-Mikro auf den Punkt: "Wir sparen immer an der Jugend, aber das ist eigentlich das Wichtigste." Man könnte aber sehr viele Probleme späterer Zeiten damit bekämpfen, jetzt an der Bildung zu arbeiten. "Weil es einfach nicht ok ist, in einer Gesellschaft zu leben, die nicht in Wissenschaft und Bildung investiert", sagt eine andere Demonstrantin.
Den Passanten Paul stört die Demo eigenen Angaben zufolge überhaupt nicht. Es sei notwendig, auf die Straße zu gehen und "diesen Wahnsinn zu beenden". Der ältere Herr ortet schon fast Zustände wie in Amerika, wo an Wissenschaft und Forschung gekürzt wird. "Das geht überhaupt nicht."
Auch viele unmittelbar von Kürzungen Betroffene marschieren mit. "Ich werde irgendwas anderes finden müssen", sagt eine befristete MedUni-Mitarbeiterin. Viele Investitionen würden wohl verloren gehen. Ein SPÖ-Mitglied aus Kärnten fürchtet, dass die Einsparungen zu Studiengebühren führen werden. "Nur, um Kickl zu verhindern, nehme ich nicht alles hin."