Am Mittwoch gingen rund 21.000 Studierende und Uni-Mitarbeiter in Wien auf die Straße, um gegen die geplanten Einsparungen bei Österreichs Universitäten zu demonstrieren.
Gegen 13 Uhr startete die Kundgebung vor dem Hauptgebäude der Uni Wien. Neben den Vorsitzenden der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH), hielt auch Sebastian Schütze, Rektor der Uni-Wien, einen Redebeitrag – mit einer klaren Ansage.
"Wir werden ziemlich laut bleiben, das können wir versprechen", startet Schütze seine Rede. "Hier sind wir uns zur Abwechslung mal alle einig: Was uns bislang angeboten wurde, ist undenkbar."
Wie berichtet, sind in den aktuellen Budgetplänen der Regierung nur rund 15,5 Milliarden Euro für Österreichs Universitäten vorgesehen. Für die kommende Periode 2028/30 errechnete die Universitätenkonferenz allerdings rund 18 Milliarden Euro.
Sollte es bei der Milliarden-Kürzung bleiben, warnen die Universitäten vor drastischen Folgen. Darunter massive Einschnitte beim Personal – jede fünfte Stelle könnte wegfallen. Um die Studienqualität weiterhin sicherstellen zu können, wären auch Schließungen von Studienrichtungen möglich.
Laut Schütze wurde in den letzten Tagen "endlich einmal geredet". Er fordert einen verlässlichen Finanzierungspfad für die kommende Budgetperiode 2028/30 und erinnert, dass die 18 Milliarden Euro das "Minimum" sind.
"Was wir in den letzten Tagen vor allem erlebt haben, waren Zahlenspiele, vage Andeutungen und eine Verschiebung auf die ominöse Herbst-Klausur der Bundesregierung. Meine Geduld ist jetzt zu Ende und wir sollten laut bleiben, bis wir konkrete Ergebnisse kriegen", so Schütze.
Der Uni-Wien-Rektor betonte zum Abschluss, dass bereits alle Themen genannt wurden und die Universitäten nicht bis auf den Herbst warten werden. "Wir sind immer gesprächsbereit, solange die Grundlage passt und wir warten auf konkrete Angebote."