Ganze Gesellschaft betroffen

Uni-Kahlschlag – Ludwig warnt vor den Folgen

Österreichs Universitäten sollen gleich viel sparen, wie die Regierung in den nächsten Jahren insgesamt. Michael Ludwig stellt sich klar dagegen.
Newsdesk Heute
21.05.2026, 16:05
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Vor einem "Super-GAU" warnen dieser Tage die österreichischen Universitäten. Rektoratssprecherin Brigitte Hütter enthüllte auf einer Pressekonferenz, dass es im Budget der 22 heimischen Unis statt einer Inflationsanpassung sogar eine Kürzung von einer Milliarde Euro geben soll. Am 27. Mai soll es deswegen landesweite Großdemonstrationen geben.

Auf die nächsten drei Jahre gerechnet sollten also die Universitäten gleich viel einsparen wie die gesamte Regierung insgesamt. Das sei "in dieser Dimension beispiellos" und "absolut unverhältnismäßig", so Hütter. 10.000 Stellen müssten womöglich gestrichen werden, auch die Einführung von Studiengebühren stehe wieder im Raum.

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"Daran hängt die Zukunft unseres Landes"

Auf die Seite der Unis schlägt sich nun Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, in dessen Stadt immerhin rund 200.000 Studierende eingeschrieben sind. Bildung, Wissen und Innovation seien Österreichs wichtigste Ressourcen, so Ludwig. "Daran hängt die Zukunft unseres Landes als Nation mit einem der höchsten Lebensstandards der Welt."

Europa investiert gerade massiv in Universitäten, Forschung, Technologie, diesen Weg solle man auch in Österreich verfolgen. "Passiert das nicht, ist nicht nur die Wirtschaft betroffen, sondern unsere Gesellschaft in ihrer Gesamtheit", warnt der Bürgermeister, der eine Verschleierung der Studienbedingungen klar ablehnt.

"Junge Menschen haben ein Recht auf beste Bildung, faire Chancen und gute Perspektiven. Wer heute bei Universitäten kürzt, spart bei den Ärzt*innen, Lehrer*innen und Techniker*innen von morgen." Wien setze deshalb bewusst auf Forschung, Innovation und moderne Bildungsinfrastruktur. "Die Zukunft unseres Landes ist ein Wettbewerb um die besten Köpfe. Diesen gewinnt man nicht mit Beschränkungen, sondern mit Mut, Weitblick und Investition in die Talente der Menschen."

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