Kampf um Uni-Milliarden

"Regierung macht es sich einfach!" Uni-Streit eskaliert

Die ÖH warnt vor weniger Studienplätzen und längeren Wartezeiten. Jetzt sind Demos in ganz Österreich angekündigt.
Österreich Heute
23.05.2026, 23:00
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Eine Milliarde Euro weniger – das war die Ansage der Regierung. Aber auch die angekündigte Verschiebung der Budgetentscheidung für Österreichs Universitäten sorgt weiter für heftige Kritik. Bildungsministerin Eva Holzleitner will erst im Herbst festlegen, wie viel Geld die Hochschulen tatsächlich bekommen. Für die Österreichische Hochschüler (ÖH) ist das zu wenig.

Die Studentenvertretung sieht darin kein echtes Bekenntnis zu den Universitäten. "Anstatt ein klares Bekenntnis zu ausfinanzierten Unis abzugeben, macht es sich die Regierung einfach", sagt Selina Wienerroither nach einem Medientermin im Ministerium. Für die ÖH sei klar: "Bei den Universitäten darf schlichtweg nicht gekürzt werden – weder heute noch morgen."

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Besonders groß ist die Sorge vor den Auswirkungen auf Studierende. Die ÖH warnt vor weniger Studienplätzen, längeren Studienzeiten sowie zusätzlichen Hürden und Aufnahmeverfahren. Sparmaßnahmen bei der Bildung seien kurzfristig gedacht und würden langfristig der gesamten Gesellschaft schaden.

Jetzt formiert sich Widerstand in ganz Österreich. Bereits kommenden Mittwoch ziehen in Wien Studierende, Lehrende, Uni-Personal und auch Rektoren gemeinsam auf die Straße. "Wir wollen klarmachen, dass die geplanten Kürzungen für uns schlicht nicht hinnehmbar sind", sagt Viktoria Kudrna. Als gesetzliche Vertretung der Studierenden müsse die ÖH dagegen auftreten.

Auch eine mögliche neue Debatte über Studiengebühren lehnt die Studentenvertretung klar ab.

Die geplanten Demo-Termine:

Wien: Mittwoch, 27. Mai, 13 Uhr, Universität Wien

Graz: Donnerstag, 28. Mai, 14 Uhr, Wilhelm-Fischer-Allee

Linz: Donnerstag, 28. Mai, 16 Uhr, Hauptplatz

Salzburg: Donnerstag, 28. Mai, 14 Uhr, Kapitelplatz

Klagenfurt: Donnerstag, 28. Mai, 10 Uhr, Uni-Vorplatz

Nicht nur in Wien wird demonstriert. Auch in Graz, Linz, Salzburg und Klagenfurt sind Kundgebungen geplant. "Wir schauen sicher nicht zu, wie unsere Universitäten kaputtgespart werden", sagt Umut Ovat aus dem ÖH-Vorsitzteam. Dass die Hochschulen einen großen Teil des Sparpakets tragen sollen, sei nicht nachvollziehbar.

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