Toni Faber steht offenbar vor dem Abschied aus dem Stephansdom. Wie der langjährige Dompfarrer dem "Kurier" bestätigt, laufen Gespräche über seine Pensionierung im kommenden Jahr. Im März wird Faber 65 Jahre alt.
Seit 1997 leitet er die Dompfarre St. Stephan und zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten Wiens. Ob bei Veranstaltungen, Eröffnungen oder Segnungen – Faber ist weit über kirchliche Kreise hinaus präsent.
Zuletzt sorgte er mit Aussagen zum Zölibat für Aufsehen. Dessen "Lebensmächtigkeit" werde überschätzt. Mit dem neuen Wiener Erzbischof Josef Grünwidl sieht er sich dabei "im Wesentlichen" auf einer Linie.
Trotz der laufenden Gespräche macht Faber klar, wie sehr ihm der Stephansdom am Herzen liegt: "Ich bin an meinem Traumplatz." Früher habe er sich sogar vorstellen können, "bis 80 hier" zu arbeiten. Mittlerweile sei eine Pensionierung für ihn aber "nichts Unvorstellbares".
Unterstützung erhält der Dompfarrer offenbar aus der Pfarre selbst. Mitglieder hätten bereits gefragt, wie man sich für seinen Verbleib einsetzen könne. Ganz aufhören will Faber ohnehin nicht: Auch künftig wolle er Taufen, Hochzeiten und Messen feiern – "wenn auch vielleicht nicht mehr in der offiziellen Funktion des Dompfarrers".
Die Erzdiözese Wien bestätigt lediglich "gute Gespräche" mit Faber.