Na brumm! Für Andreas R. (69) und seine Frau ist der Traum vom eigenen Garten am Stadtrand von Wien zum Albtraum geworden. Seit vor zwei Jahren sein Nachbar nebenan eingezogen ist, wird sein Alltag von einer sanft-surrenden Pool-Pumpe bestimmt.
"Wir haben den Garten seit 2024 nicht mehr verwendet, ich halte den Lärm nicht aus", ist der verheiratete Unternehmer völlig verzweifelt. Früher habe er gemeinsam mit der Gattin gemütlich auf der Terrasse Kaffee getrunken, nun sei "alles sinnlos".
„Ich brauche die Kopfhörer, sonst drehe ich durch!“Andreas R.belastet die Situation sehr
Der gelernte Lasertechniker reagiert besonders empfindlich auf das penetrante Brummen. "Diese Pumpe dröhnt so, dass man es überall im Haus hört. Nur meine Noise-Cancelling-Kopfhörer retten mich. Ich laufe zu 90 Prozent nur noch mit Kopfhörern herum", so Andreas R. – selbst beim Essen trage er sie mittlerweile. "Das ist alles wirklich ein Albtraum!" Nicht nur im Freien, sondern auch im Haus sei der Dauerton "mit Frequenzspitzen mit bis 240 Hz in jedem(!) Raum deutlich wahrnehmbar", moniert der Hausbesitzer.
>> Im Video: Andreas R. läuft daheim nur noch mit Kopfhörern herum
Der Nachbar indes sehe das Problem laut dem Betroffenen ganz und gar nicht ein. Auch eine Anfrage von "Heute" stieß auf taube Ohren. Der Anwalt der Familie sieht viel Lärm um Nichts und erklärte, es handle sich – wenn überhaupt – um "ortsübliche Schallemission". Die Pool-Pumpe sei sofort nach Inbetriebnahme dämmend verschalt und mit einer Zeituhr versehen worden.
"Wenn man diesen Sound einmal im Ohr hat, ist er da. Und das macht mich nach und nach wahnsinnig!", findet der Betroffene besonders die Dauer des Tons unerhört. "Das fängt um 7.58 Uhr an", liest er von seiner Kalendernotiz ab. "Früher ging’s bis 22 Uhr, inzwischen nur noch bis 20 Uhr. Die Gnade des Nachbarn haben wir inzwischen, er hat uns zwei Stunden geschenkt", sagt er sarkastisch.
Dennoch: Obwohl der "Lärm" bereits reklamiert wurde und sogar die Polizei im erbitterten Nachbarschaftsstreit anrücken musste – geändert habe sich nichts: "Ich möchte doch nur meinen Garten genießen und nicht ständig Kopfhörer tragen müssen", klagt der Betroffene.