Proteste erwartet

"Tod ist vermeidbar!" – Milliardär kommt nach Wien

Der US-Milliardär Peter Thiel soll Anfang Juni bei den Wiener Festwochen auftreten. Sein Besuch sorgt schon jetzt für Kritik.
Österreich Heute
23.05.2026, 11:29
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Die Wiener Festwochen holen sich einen Gast, der politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich polarisiert wie kein anderer: US-Tech-Milliardär Peter Thiel soll Anfang Juni nach Wien kommen. Der Unternehmer gilt als enger Unterstützer von Donald Trump und als wichtiger Geldgeber der politischen Rechten in den USA.

Sein Vermögen wird auf 25 Milliarden Euro geschätzt. Bei wichtigen Online-Giganten war er einer der ersten Investoren: Er war Mitgründer von Paypal, der erste Mega-Investor bei Facebook und er finanzierte auch das heftig umstrittene Daten-Unternehmen Palantir. Für viele ist es ein Spionage-Tool, das weltweit von Militär- und Sicherheitsbehörden benutzt wird. Auch Ex-Kanzler Sebastian Kurz war für "Thiel Capital" tätig.

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"Tod ist kein Naturgesetz"

Brisant: Peter Thiel glaubt, das ewige Leben sei möglich. Der Tod ist für ihn vermeidbar, das berichtete die US-Zeitschrift The Atlantic. Der Amerikaner mit deutschen Wurzeln (geboren in Frankfurt) sieht den Tod nicht als Naturgesetz, es ist für ihn eher eine technische Herausforderung.  Der gläubige Christ investiert viel Geld in die Erforschung von lebensverlängernden Maßnahmen.

Offiziell bestätigt ist sein Auftritt in Wien im Juni noch nicht. Die Pressesprecherin der Wiener Festwochen wollte den Besuch weder bestätigen noch dementieren. Hinter den Kulissen laufen angeblich bereits Vorbereitungen für mögliche Proteste, das berichtet der Standard. Auch die Wiener Polizei bereitet sich demnach auf einen Einsatz vor.

Geplant ist offenbar eine Diskussionsveranstaltung in einem Wiener Hotel. Das Thema: "Antichrist und Katechon". Begriffe, mit denen sich Thiel seit Jahren beschäftigt und die sein politisches Weltbild prägen.

Dass ausgerechnet die Wiener Festwochen Thiel nun eine Bühne geben könnten, sorgt bereits vor dem eigentlichen Auftritt für Diskussionen. Der mögliche Skandal scheint dabei durchaus Teil der Inszenierung zu sein.

{title && {title} } red, {title && {title} } 23.05.2026, 11:29
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