Großer Unmut in ÖVP-Kreisen

"SPÖ hat Geld für linke NGOs, aber nicht für Unis"

Die Sparpläne der Regierung bei Unis und Hochschulen sorgen für mächtig Ärger. Die oberösterreichische ÖVP kritisiert die SPÖ für ihr Vorgehen scharf.
Nicolas Kubrak
24.05.2026, 21:56
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Universitäten müssen den Gürtel enger schnallen: Laut der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) soll das Uni-Budget um eine Milliarde Euro gekürzt werden.

Demnach soll die Finanzierung der Hochschulen in der kommenden Leistungsperiode 2028-2030 von den geforderten 18 Milliarden Euro auf 15,5 Milliarden Euro sinken. Die uniko wirft der Regierung vor, "Vertrauensbruch" begangen zu haben.

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Ministerin vertagt Entscheidung

Nach Bekanntwerden der Sparpläne geriet Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) prompt in die Kritik. In einer ersten Reaktion betonte sie, sie wolle "bis zur letzten Sekunde um ein solides Ergebnis kämpfen". Eine Gesprächsrunde mit der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) blieb jedoch ohne Ergebnis.

In einer Aussendung betonte die ÖH, dass das Budget im Herbst festgelegt werden solle, die Entscheidung sei schlichtweg vertagt worden. "Anstatt ein klares Bekenntnis zu ausfinanzierten Unis abzugeben, macht es sich die Regierung einfach", kritisierte Selina Wienerroither bei einem Medientermin im Ministerium.

ÖVP-Kritik: "SPÖ hat Geld für linke NGOs"

Großes Unverständnis über die kolportierten Kürzungen herrscht bei der oberösterreichischen ÖVP. Kritisiert wird vor allem der Umstand, dass SPÖ-Ressorts innerhalb kürzester Zeit eine 300.000-€-Finanzierung für die NGO ZARA sichergestellt haben, während nun im Forschungsbereich gekürzt werden soll.

OÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger kritisiert die SPÖ-Ressorts scharf.
APA-Images / APA / FOTOKERSCHI.AT

"Es versteht kein Mensch, dass für die Finanzierung einer NGO offenbar über Nacht Geld da ist, während gleichzeitig bei unseren Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Medizin-Ausbildung der Sparstift angesetzt wird", so OÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger. "Wenn SPÖ-Ministerien innerhalb weniger Stunden Hunderttausende Euro für eine NGO-Finanzierung organisieren können, gleichzeitig aber bei Universitäten und Forschung der Rotstift angesetzt wird, dann passt diese Prioritätensetzung einfach nicht zusammen.“

OÖ-Landeschef mit eindringlicher Warnung

Auch der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) äußerte massive Bedenken gegen die angekündigten Einsparungen. "Ich muss auch sagen, ich bin vom Donner gerührt. Denn das ist ja nicht nur ein Einfrieren des Bestehenden, sondern ist eine Rücknahme dessen, was zurzeit ist. Und das ist ein Rückschritt mit Anlauf für den gesamten Standort Österreich."

Der Landeshauptmann weiter: "Wenn ich dort einen Stopp einlege oder sogar einen Rückschritt mache, dann schneiden wir hier die Entwicklung der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung ab.“

{title && {title} } nico, {title && {title} } 24.05.2026, 21:56
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