Im neuen Sparpaket der Regierung wird jede Bevölkerungsgruppe einen Beitrag leisten müssen – auch Pensionisten. Das hat das Sozialministerium am Donnerstag auch offiziell bestätigt. Pensionen werden künftig unter der Inflationsrate steigen.
Konkret gibt es für Pensionisten 2026 um 2,95 Prozent mehr, die Anpassung liegt damit knapp unter der prognostizierten Inflationsrate. Für Mindestpensionisten – also Bezieher des Ausgleichszulagenrichtsatzes von derzeit 1.308,39 Euro (rund 200.000 Menschen in Österreich) – steigen die Bezüge allerdings um die vollen 3,3 Prozent.
Bei insgesamt 2,1 Millionen Pensionisten setzt die Regierung den Rotstift an. Die geplante Regelung bringt dem Budget laut Regierung Einsparungen von rund 280 Millionen Euro.
In einer Reaktion auf den "Heute"-Bericht äußerte FPÖ-Parteiobmann Herbert Kickl seine Entrüstung: "Die Verlierer-Ampel zeigt wieder einmal, wer ihr wirklich egal ist: die Pensionisten in diesem Land. Für Asyl, Brüssel, linke NGOs und die Ukraine scheint immer Geld da zu sein. Aber bei unseren Pensionisten wird eiskalt gespart", schrieb er in einem Facebook-Posting.
Menschen, die Österreich jahrzehntelang aufgebaut hätten, müssten nun den Preis für "politisches Versagen" zahlen, kritisierte er.
Kickl weiter: "Wer sein Leben lang gearbeitet hat, darf im Alter nicht zum Bittsteller werden. Diese Politik ist respektlos, sozial ungerecht und völlig abgehoben von der Realität der Bevölkerung." Österreich brauche eine Politik, die zuerst an die eigenen Menschen denke – und nicht ständig gegen die eigene Bevölkerung arbeite. "Es ist so schäbig", so das Resümee des FP-Parteichefs.