Auch im Jahr 2026 bleibt Gewalt gegen Frauen ein großes gesellschaftliches Thema. Seit Jahresbeginn wurden in Österreich bereits 13 mutmaßliche Frauenmorde registriert, der jüngste davon in Kottingbrunn (NÖ). Deutlich höher liegt die Zahl weiterer Gewaltdelikte gegen Frauen und Mädchen. Oft wird dabei über strukturelle Ursachen und gesellschaftliche Hintergründe diskutiert.
Eine Anfrage der FPÖ-Abgeordneten Rosa Ecker an das Innenministerium beschäftigt sich nun mit der Frage, wie viele Gewaltverbrechen an Frauen/Mädchen im Jahr 2025 und 2026 bisher durch Männer mit Asylstatus verübt wurden.
So waren laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2025 insgesamt 2.062 Frauen und Mädchen Opfer von Gewaltkriminalität, bei denen männliche Mehrfachtatverdächtige mit entsprechendem Aufenthaltsstatus registriert wurden. Einzelpersonen wurden nicht erfasst, da die verfügbaren Daten anonymisiert sind.
Besonders häufig betroffen waren Frauen zwischen 25 und 40 Jahren mit 809 Opfern, gefolgt von der Altersgruppe zwischen 40 und 65 Jahren mit 504 Fällen. Auch junge Frauen zwischen 21 und 25 Jahren (249 Opfer) sowie Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren (188 Opfer) sind stark betroffen. Insgesamt wurden dabei 1.952 Tatverdächtige gezählt, wobei einzelne Personen mehrfach in der Statistik aufscheinen können.
Die Zahlen für 2026 basieren auf Rohdaten, die noch keiner Qualitätskontrolle und weiteren Prüfungsmechanismen unterzogen wurden.
Blickt man auf die Nationalität der Tatverdächtigen, sind Personen mit syrischer Nationalität mit 410 registrierten Opfern an der Spitze der Statistik. Dahinter folgen Afghanistan mit 202 sowie Serbien mit 132 Fällen. Auch Tatverdächtige mit türkischer (127), rumänischer (102) und ukrainischer (97) Staatsangehörigkeit scheinen laut Polizeilicher Kriminalstatistik besonders häufig auf. Insgesamt wurden 1.952 Tatverdächtige gezählt, wobei einzelne Personen mehrfach in der Statistik erfasst sein können.
Das Innenministerium betont auf "Heute"-Anfrage, dass man bei der Interpretation der Nationalitätenstatistik beachten müsse, dass die der Anfrage zugrunde liegende Kategorie nicht ausschließlich Asylwerber umfasse. "Die Zahl der Anzeigen nach Gewaltdelikten, bei denen Asylwerber als Tatverdächtige geführt werden, liegt bei etwa 1.000 Anzeigen. Das sind keine 2 Prozent."
Unter der Rubrik Aufenthaltsstatus seien zudem Personen erfasst, die nur kurzzeitig in Österreich sind und hier Gewaltverbrechen begehen. "Ein Beispiel: Ein Italiener reist mit seiner Frau durch Österreich und es kommt zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Dann wird auch dieser Fall unter der Rubrik erfasst", erklärt ein Sprecher.
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz kommentiert die Zahlen im "Heute"-Gespräch wie folgt: "Das ist das Ergebnis der Show-Politik der ÖVP, wo man sich für einzelne Abschiebungen feiern lässt, während gleichzeitig Tausende neu in unser Land kommen."
Auch den kürzlich beschlossenen Asylpakt, von dem sich die Regierung u. a. eine bessere Steuerung von illegaler Migration und eine Entlastung der nationalen Systeme erhofft, kritisiert Schnedlitz scharf: Dank des Migrationspakts würden in Zukunft Migranten von der EU nach Österreich geschickt, glaubt er. Der EU-Asylpakt sei eine "ÖVP-Kapitulation" vor Migration und eine "Unterwerfung unter das Diktat aus Brüssel".