Mehr Kinder als im Vorjahr besuchen heuer die Sommerschule: Laut Bildungsministerium haben sich bisher rund 48.200 Schülerinnen und Schüler angemeldet, berichtet der ORF.
Erstmals ist die Teilnahme für Kinder in Deutschförderklassen verpflichtend. Rund 14.300 Kinder müssen deshalb in den letzten beiden Ferienwochen die Schulbank drücken, weitere 33.900 nehmen freiwillig teil.
Ganz vollständig sind die Zahlen aber noch nicht. Laut Ministerium fehlen derzeit noch rund 1.800 Kinder und Jugendliche, die eigentlich verpflichtend teilnehmen müssten.
Sie sollen bis zum Ende der Anmeldefrist noch erfasst werden. Im Vorjahr hatten insgesamt rund 41.100 Schülerinnen und Schüler an der Sommerschule teilgenommen.
Die meisten Anmeldungen kommen aktuell aus Wien. Dort sind bisher rund 13.700 Kinder dabei, davon 5.700 verpflichtend. Dahinter folgen Niederösterreich mit 9.400 Anmeldungen und Oberösterreich mit 6.500. Auch in der Steiermark, Tirol und Kärnten nutzen tausende Kinder das Angebot.
Die Sommerschule war ursprünglich 2020 wegen der Corona-Pandemie eingeführt worden, um Lernrückstände aufzuholen. Seit 2022 können auch Kinder mit besonderen Interessen freiwillig teilnehmen.
Entwarnung gibt es in der Zwischenzeit bei den Lehrkräften. Bildungsminister Christoph Wiederkehr hatte zuletzt sogar eine Verpflichtung für Lehrer ins Spiel gebracht, falls sich zu wenige Freiwillige melden.
Das dürfte nun aber nicht nötig sein: Bisher haben sich rund 6.800 Personen für den Unterricht an den Sommerschulen gemeldet – deutlich mehr als im Vorjahr. Darunter sind 4.800 aktive Lehrkräfte sowie rund 2.100 Lehramtsstudierende und Pensionisten.